Kreisende Hüften, Lustspielhaus, Kochen mit Sören und Kennenlernen von neuen Menschen im Ratskeller

Ich bin immer noch nicht ganz gesund. Huste viel und morgens wache ich mit Halsweh auf. Scheinbar schnarche ich auch ordentlich, wie mir Hubert fröhlich berichtet. Am Montag Line Dance. Eine Rumba gelernt. Dabei muss man die Hüfte kreisen lassen. Die meisten Frauen können das nicht wirklich. Für mich ist das nicht schwierig, eher schwer, die Schrittfolgen zu merken. Dienstag lösten wir wieder ein Hochzeitsgeschenk ein. Die Schlierseer Nachbarn luden uns ins Lustspielhaus in München zu einem Kabarettist namens Jochen Malmsheimer ein. Den kannten wir vorher nicht. Ein großer voluminöser Mann mit Bart und enormer Sprachkompetenz und Sprachwitz. Hat mir größtenteils gefallen. Das Gespräch mit den Nachbarn auch gut, aber ich finde es zunehmend anstrengend, mich in einem Raum mit vielen Menschen und Reizen drum herum zu unterhalten. Am Mittwoch hab ich mich mal wieder mittags bei Sören und Maja in der Agnesstraße eingefunden. Sören und ich haben in vertrauter Atmosphäre gemeinsam gekocht und mit Maja gegessen und lange zusammen gesessen. Diese Gespräche in der gemütlichen Küche sind eher nach meinem Geschmack. Sehr konzentriert und zugewandt. Danach war ich auf eine positive Art gesättigt und wohlgemut. Am Freitag fuhren wir nach der Arbeit wieder nach Schliersee zu einem erneut erholsamen Wochenende mit viel Ruhe und Schlaf. Samstag hatten wir nach der Sauna im Ratskeller einen Tisch reserviert, da das Lokal eine ganze Woche einen Asia-Starkoch zu Gast hat. Wir wurden an einen Tisch zu einem anderen etwa gleich alten Paar gesetzt. Es entstand ein Gespräch, wir blieben viel länger sitzen als normalerweise. Der Mann meinte dann, dass wir uns doch nächste Woche wieder treffen könnten. Die beiden sind vor drei Jahren von München nach Schliersee gezogen. Sie machen zusammen Musik, treten auf privaten Festen auf und haben ganz interessante Leben bis jetzt gelebt. Ich merke dann oft, wie wenig spannend mein Leben ist, na ja. Wir tauschten Telefonnummern. Da wir erst wieder in drei Wochen in Schliersee sein werden, muss man sehen, ob die Begeisterung sich so lange hält, dass wir uns tatsächlich noch mal treffen. Jedenfalls freut es mich, dass wir einfach so gemeinsam neue Meschen kennenlernen.

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3 Antworten

  1. Heike sagt:

    Essen, Kochen, Reden in der ehemals gemeinsamen Wohnung finde ich unglaublich schön. Es gab eine Zeit, da war es unvorstellbar. Deine Erfahrung im Lokal korrespondiert mit meinen Wahrnehmungen. Jemanden neu kennenlernen – was Besonderes, ja, aber auch die Frage: wieviele Menschen bringt man in einem Leben unter? Wieviel Kapazität gibt es innerlich? An Hüftenkreisen dagegen kann nie zuviel sein.

  2. Beate sagt:

    Alle Achtung, dass Du auch diesmal zum Linedance gingst, obwohl Du noch nicht richtig „auf dem Damm“ warst! Ich kann mir gut vorstellen, dass es schön und spannend ist, im Ort des „zweiten Zuhauses“ neue Menschen kennenzulernen und zu schauen, wieviele Schnittmengen sich ergeben!

  3. Renate sagt:

    Rumba beim linedance kann ich mir nicht recht vorstellen. Krank und trotzdem getanzt. Neue Menschen kennenlernen, mit denen sich vielleicht mehr ergibt.

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