Beschwerliche Tage und Weihnacht

Die Woche vor Weihnachten war beschwerlich. Treffen mit Bernhard im Rigpletto. Es ging ihm darum, mir von seinem Verhältnis zu Alina zu erzählen. Er war sehr enttäuscht, denn er hatte sie zu seinem 80. Geburtstag eingeladen und es kam nur eine Absage auf WhatsApp.Ich bin mit ihm in vielen Punkten nicht einig wie er zu ihr steht, aber als er sagte, er habe seine Tochter verloren, tat er mir sehr leid. Im Rigoletto bieten sie sehr gute, nicht schadstoffbelastete Christbäume.zum Verkauf –  so holte ich mir einen und Bernhard half mir, ihn zu mir nach Hause zu schleppen. Am nächsten Tag war ich mit Simons Eltern zum Kartenspielen verabredet. Auch sie äußerten in aller Klarheit ihre Sorgen und Bedenken wegen der Zukunft von Simon und Alina. Das Ganze lud ich bei Sabine am nächsten Tag ab, die in ihrer Küche stand und Plätzchen buk. Ich mache mir große Sorgen um Alina. Weder Simon noch sie kommen aus dem Teig, was Studium und Arbeit angeht und Alina würzt alles noch mit Intrigen und Vorwürfen.

Sirena, Janni und ich wollten zusammen Weihnachten feiern. Sirena hatte Corona, Janni und ich saßen bei Schnitzel und Bratkartoffeln zusammen. ansonsten war Stille in der Bude. An diesem Weihnachten ging ich zwei Mal in die Kirche, am Nachmittag mit Barbara in die Seniorenmesse in St. Benno. Das ist seit vielen Jahren Tradition. Am Abend (Janni war inzwischen zu ihrer Freundin abgedüst) war ich mit Heike und Michael in St. Maximilian verabredet. Die beiden Messen waren so unterschiedlich, wie sie nur sein konnten: Die erste mit wunderbarer Musik, festlich mit Bläserchor und einem nuschelnden Pfarrer, den ich nicht verstand, am Abend dann ein Pop- Event mit ernsten, ans Herz gehenden Untertönen und einem schwungvollen Gospelchor. Schön war es, Heike und Michael neben mir zu wissen!

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3 Kommentare

  1. Heike sagt:

    Jetzt lese ich das Ganze Drumherum nochmal ganz und gar auf den Punkt gebracht – ein sehr spezielles Weihnachten mit noch spezielleren Erkenntnissen. Gerade war ich mit Michael auf einem Kurzspaziergang an der Isar, wollte nochmal die Krippe in St. Maximilan von Nahem sehen. Wir gerieten in die letzten Takte der Morgenmesse. Ein anderer als Schießler stand vorne, die Kirche allenfalls zu 1/3 gefüllt – dort „nur“ Personenkult? Dennoch – wenn wenigstens diese Anker sicher sind!

  2. Ines sagt:

    Ein Weihnachten anders als geplant. Zweimal Kirche, das hält erst mal länger vor. Ich hab Alina als zielstrebig in mir abgespeichert und bin erstaunt über deine Sorge über sie, dass sie nicht zu Potte kommt. Dass ihr Vater schon 80 Jahre wird, ist krass. Wusste ich auch nicht. Absagen auf WhatsApp müssen nicht automatisch unpersönlich sein. Er sollte als Vater nicht aufgeben, auf seine Tochter zu zugehen.

  3. Renate sagt:

    Doppelt hält besser. Vielleicht hilft die Kirche in schwierigen Zeiten über manches hinweg. Ich wünsche es dir.

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