Fastenmonat Januar, misslungenes Passfoto, Candlelight-Konzert und Tagung

Letzten Sonntag Kleingruppe bei mir. Ein Thema war, was jede von uns zur Verbesserung der Weltsituation beitragen kann, bzw. die Frage, kann ich als kleiner Einzelmensch irgendetwas tun, um die Welt friedlicher zu machen. Die Woche verlief ganz ruhig. Montag arbeiten und am Abend Linedance. Immer wieder bin ich ambivalent, weil es mir einerseits echt gut gefällt und ich so herausgefordert bin, andererseits ist aber das Lernen der schwierigen Schrittkombinationen das, was mich ans Aufhören denken lässt. Im Moment überwiegt das Positive. Mittwoch bin ich nach dem Yoga zum KVR, um einen neuen Reisepass zu beantragen. Dummerweise wurde das Passfoto nicht mehr angenommen, weil nicht aktuell genug. Völlig derangiert, da verschwitzt und ungestylt, ein Foto beim Schnellfotografen gegenüber des KVRs gemacht. Ich sehe aus wie ein gerupftes Huhn, total bescheuert. Aber hilft nix. Die Sachbearbeiterin war so nett, mich gleich noch mal dran zu nehmen. Die Termine sind inzwischen viel besser organisiert als früher. Allerdings muss man sie online ausmachen. Das ist dann für eine kleine Gruppe von Menschen, die nicht digital unterwegs ist, unmöglich. Am Freitag und Samstag war ich auf einer Tagung, die im Kinderzentrum stattfand, praktisch für mich. Ich habe in den Pausen immer weniger Lust, mich mit anderen Kursteilnehmern auszutauschen. Statt dessen bin ich mehrmals in unseren Neubau rüber gegangen und hab versucht mich dort zu orientieren. Seit einer Woche ist ein Teil  unserer Belegschaft in den Neubau gezogen, der recht schön geworden ist aber für mich noch sehr unübersichtlich. Ich und die meisten meiner direkten Kollegen sind noch in unseren alten Behandlungszimmern im Altbau und werden voraussichtlich erst umziehen, wenn der nächste Bauabschnitt fertig ist und dann bin ich evt.auch schon in Rente. Freitag Abend hatten wir mal wieder ein Event eingelöst, das wir zur Hochzeit bekommen haben. Ein Candlelight-Konzert in der Auferstehungskirche im Westend. Ein sehr professionelles Streichquartett spielte Filmmusik von Hans Zimmer. Die Kirche war mit tausenden Kerzen beleuchtet und die Akustik für die Instrumente wunderschön, so dass ich fast ein weihnachtliches Gefühl bekam. Danach noch essen gehen in Kneipe Ca va, wo viele Menschen in unserem Alter ebenfalls ihren Abend verbracht haben. Der Laden war brechend voll und entsprechend laut. Gestern nach der Tagung nicht mehr viel gemacht. Zeitung lesen, kochen. Alkoholfreien Aperitif trinken. Der Fastenmonat Januar ist schon deutlich vorangeschritten. Ich finds weiterhin gut, auf Alkohol und Zucker zu verzichten und merke, dass es meinem Körper gut tut. Heute kommt nachmittags Maja zu Besuch und am frühen Abend haben Hubert und ich unsere erste Stunde Tanzkurs, den ich ihm geschenkt habe. Bin gespannt.

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2 Antworten

  1. Heike sagt:

    Mir gefällt, dass ihr euch in deiner kleinen Gruppe eine Frage stellt. Denkt ihr die miteinander aus, schlägt eine sie vor und wie geht ihr vor dabei, diese zu „bearbeiten“? – Dein Rückzugsbedürfnis in Menschenmengen kann ich mehr als nachvollziehen; manchmal aber tadele ich mich für meine Tendenz dazu! – Wie mag es euch ergehen, wenn die Hochzeitseinlösungen so gar kein Ende nehmen? Die „Nacht der Lichter“ scheint an vielen kirchlichen Orten ein festes Ritual; jedenfalls habe ich in Christkönig auch davon gelesen. Schöne Idee.

  2. Renate sagt:

    Viele kleine Einzelmenschen machen ein Volk. Die Demo gestern gab einen kleinen Vorgeschmack, auch wenn zu demonstrieren noch viel zu wenig ist. Tröste dich! Ich schaue auf dem Foto, obwohl beim Fotografen gemacht, genauso unmöglich aus. Irgendwann werden alle Hochzeitsevents eingelöst sein, nur wann?

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