Kino, LiteraTüren und Cafe ohne Kuchen
Eine sehr ruhige Arbeitswoche ist rum. Emilia kam am Donnerstag zu mir ins Hospiz. Das war auch in der Vergangenheit immer wieder so. Sie blieb dann während ich Luis abholte. Der Weg zu mir nach Hause dauerte ewig, dank Riesenbaustelle am Romanplatz und dem Bus, der gerade weg war. 18 Minuten warten, die ich normalerweise nutze um einige Haltestellen zu laufen. Dazu hatte ich bei Regen keine Lust. Mittwoch Kino mit ehemaligen KollegInnen. Heike war leider krank und ich sehr skeptisch was diesen Film betraf. Wir waren zu Fünft. Vor dem Eingang, ich war zu früh dran, mit einer ausgesprochen netten Frau ins Gespräch gekommen. Es gab Sekt oder Kaffee, für Birgitta Wasser, sie hat 36 Kilo abgenommen und will anscheinend weitermachen. Der Film „Sterne zum Dessert“ ließ bei uns Frauen kein Auge trocken. Wahre Geschichte eines arabischen Jungen, mit schwieriger Kindheit, dem der Aufstieg zum weltbesten Konditormeister der Welt gelingt. Mit dem Rad, ohne Licht, vom Kino in der Nymphenburger Straße zu mir nach Hause, gerade noch vor Einbruch der Dunkelheit geschafft. Besuch bei Mama und Magdalena. Spaziergang mit Rollstuhl. Mama war gestern wacher und fitter. Große Freude! Emilia wurde von der Schulfreundin, in deren Garten sie ihren Unfall hatte und die sie nicht gerade nett behandelte, zum Geburtstag eingeladen. Emilia freute sich so. Eine Malerin porträtierte jedes einzelne Kind, denn es muss schon was Besonderes sein, bei reichen Leuten. Mit Gabi die Woche im Café, für mich ohne Kuchen, und mit einem sehr langen Spaziergang ausklingen lassen.
Mit diesem Film habe ich offenbar echt was verpasst! An Birgitta sieht man, dass Schlankwerden durchaus nicht mit Schönerwerden gleichzusetzen ist. Aber wahrscheinlich fühlt sie sich besser. Dass Emilia bei – hieß sie Mimi? – eingeladen ist und sich auch noch freut schneidet mir ins Herz – lang genug ist sie durch die Schuldgefühle dieser Familie bestraft worden. Wo die Liebe eben hinfällt….und klar, was „Besonderes“ muss sein. Café ohne Kuchen – oh Gott! Unvorstellbar. Naja, ich „arbeite“ derzeit im Tribeca auch mit Rührei!