Letzte Dinge, elster und wieder DGB

Die Woche begann mit einer Sitzung bei meiner Zahnärztin. Die Zahnfleischtaschen mussten gemessen werden. Ich erinnerte sie an das Gel, dass die Messung einigermaßen erträglich machte. Nach einigen Zähnen stürzte der PC ab. Gott sei Dank hatte sie alle Messergebnisse im Kopf. Ein Zahn muss raus und es müssen zwei Implantate gesetzt werden, was ich überhaupt nicht will. Zu meiner Freundin Traudl geradelt, wir wollten Oberteile für mich nähen. Beide hatten wir schon ewig nichts mehr genäht und ich verwarf diese Idee, zumal ich mir bei Avokado einiges bestellt hatte. Endlich im Ordner „letzte Dinge“ alle Passwörter, alle handydaten, alle Kündigungen, alle Konten für meine Kinder zusammengeschrieben. Eine Herkulesaufgabe, weil ich manche Passwörter ewig nicht genutzt hatte und neue erstellen musste. Bei einer Hose, die schon lange liegt, endlich den Saum hochgenäht und bei einem t-shirt die Ärmel gekürzt. Am nächsten Tag die Steuererklärung über elster gemacht. Das kostet mich einiges an Nerven, weil ich mich jedes Jahr aufs Neue reindenken muss. Es ist ein sehr gutes Gefühl diese lange vor mir hergeschobenen Dinge endlich erledigt zu haben. Erstes Eis für die Kinder und zum Wochenabschluß wieder eine Führung mit dem DGB. Ich habe diese Tour nachgebucht, weil ich die junge Frau, die mir im Merkur so gut gefiel, noch einmal erleben wollte. Es ging mit einer netten Gruppe durch das Westend. Das Viertel hat sich sehr gemausert, ein Großteil der Wohnungen sind Genossenschaftswohnungen, toll saniert, viele internationale Läden, nette Cafés und Lokale. Das Ledigenheim hat Platz für 400 Männer, Miete 195,00 € für ca. 7 qm. Seit eine Frau die Leitung übernommen hat, gibt es, wie eine Teilnehmerin die in dem Viertel wohnt bestätigte, keine Polizeieinsätze mehr. Schon wieder ist Sonntag und das heißt Besuch bei Mama, die im Moment eine ganz gute Phase hat.

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2 Antworten

  1. Heike sagt:

    Das glaube ich sofort – das gute Gefühl nach Erledigung all dieser Dinge. Die Kündigungen aller Portale – wie auch immer – übernimmt Aetas, wenn man das Zeitliche segnet – ein Posten man „buchen“ kann. Trotzdem gute Idee: letzte Dinge. – Mit all deinen Führungen müsstest du selber bald dergleichen anbieten können. Eine der Wohnungen im Westend bewohnt Heide. Das Ledigenheim – eine richtig tolle Sache. Schade, dass du dir mit den Zähnen was aufbrummen lassen musst, was du nicht willst.

  2. Ines sagt:

    So viele unerfreuliche Sachen hast du erledigt, du kannst dir auf die Schulter klopfen. Bei den vielen Passwörtern findet man selber ja oft nicht mehr durch. Hast es also auch für dich selber alles geordnet. Von Zahn ziehen kann ich auch ein Lied singen. Ich hab allerdings kein Implantat, sondern eine Brücke, mit der ich zufrieden bin. 7qm sind winzig, aber besser als auf der Straße leben allemal.

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