Kino, die Osternacht, eine neue Erdenbürgerin und ein unverhofftes Wiedersehen
Ich hatte vor einigen Jahren das Buch von Kumpfmüler gelesen: „Die Herrlichkeit des Lebens“. Gerade läuft die Verfilmung. Monopol, Kinobar – ich liebe diesen Ort. Nun auch dieser Film.Die Schauspieler waren großartig, eine Liebesgeschichte die tief berührt. Aber auch nur das. Kafka , „mein“ Kafka, dieser geniale Autor, in Versatzstücken wird aus seinem Werk zitiert Überflüssig! Ich will mir das Buch von Kumpfmüller noch mal zur Hand nehmen.
Schöne Ostertage, nicht nur wegen des herrlichen Frühlingswetters.
Am Freitag fuhr ich mit Sirena zum Chiemsee. sie lud mich ins Fischrestaurant ein, wir saßen in der Sonne und haben die Luft, die Umgebung und das Essen sehr genossen. Danach Schifferl fahren zur Herreninsel . Ich wollte mir die Ausstellung von Monika endlich mal anschauen. Toll war es, mit Sirena durchzugehen. Wir diskutierten viel darüber, es war ein so guter Austausch- sie mit ihrem Juristischen Wissen und ich mit meinen Anmerkungen zur Zeitgeschichte. Am Abend war ich platt. Der Fuß tat weh. Am nächsten Tag traf ich Sirena wieder, zusammen mit Janni, auf ein langes Frühstück. Danach in der Glotze Harry Potter, Teil 1, den ich vor vielen Jahren bei Amazon gekauft hatte . Im Juli werden Janni und ich noch mal nach London fahren, wir wollen die Harry Potter Tour, die wir vor einem Jahr versäumt haben, endlich nachholen. Ich liebe diese Stadt und komme auch diesmal sicher wieder auch anderweitig auf meine Kosten. Der Aufenthalt ist diesmal mein Geburtstagsgeschenk für sie. Sie wird 17 Jahre alt.
Dann die schöne Nachricht: Theresa, die Tochter meiner Cousine Ines hat ihre Tochter geboren, ich werde ein Foto schicken. Charlotta Elisabetta, wie schön!
Wie in jedem Jahr war ich mit Barbara in der Messe zur Osternacht in St. Benno. Wir kamen gerade an, als das Osterfeuer angezündet wurde. Die Kirche war rappelvoll. Solange der Gottesdienst im Dunkel abgehalten wurde, gaben nur die kleinen Kerzen auf den Bänken ein wenig Licht. Und dann kommt das Gloria und die Kirche wird hell beleuchtet, auch an „Lärm“ fehlt es nicht: Während des Entzündens des Osterfeuers lassen die Ministranten ein paar Rasseln mit ohrenbetäubendem Lärm auf die umstehenden Menschen (und die umliegenden Häuser) los. Das Gloria begleiten die Glocken mit dauerhaftem Läuten.
Theaterbesuch im Volkstheater mit Katharina.“Ln den Gärten oder Lysistrata Teil 2″. Das Stück gefiel uns beiden sehr gut. Katharina hatte mich eingeladen, weil ich ihr vor einiger Zeit ein Buch von Sibylle Berg geschenkt hatte, die die Autorin der „Umdeutung“ des Stücks ist. Man sieht auf der Bühne ein besonderes Bühnenbild, junge Schauspieler, eine Breakdance Einlage, die frenetisches Klatschen auslöst, und Visionen zur Geschlechteridentität , die Fragen aufwerfen. Nach dem Stück gingen wir noch ins Schmock um etwas zu trinken. Am Nebentisch saß ein Pärchen in unserem Alter. ich erkannte die Frau an ihren Gesten, bevor ich in ihr Gesicht sah. Andrea, eine Kindergartenmutter aus der Muspillistraße, von der ich seit mehr als zwanzig Jahren nichts mehr gehört hatte. Wir begrüßten uns sehr herzlich. Der Mann an ihrer Seite sagte zu mir: Weisst du noch, wann Andrea uns einander vorgestellt hat? Damals, als in der Glyptothek „Lysistrata“ aufgeführt wurde?
Diese letztere Begegnung ist ja der Wahnsinn: dass es ausgerechnet diese Thematik war damals! Schöne Einladung, tolle Osternacht, gelungene kulturelle Genüsse, ein schöner Name – und ein Buch, von dem ich nichts wusste zu einem Film – Zitate überflüssig? Ich hatte bisher keine Lust drauf, weil ich glaubte, „mein“ Kafka käme darin zu kurz.