Sommer im April, Felix Krull, draußen essen und Frühlingsglück
Ich sitze auf der Terrasse in Schliersee und warte darauf, dass die Spülmaschine fertig gelaufen ist. Nebenbei redet Hubert mit mir über die neuesten Wahlen in der Slowakei, was ich jetzt mal ausblende. Die Woche begann noch auf Mallorca, wo wir einen schönen Abschlussausflug mit dem Auto in zwei Bergdörfer machten und eine kleine Wanderung. Am Dienstag ging es dann zurück nach München. Alles reibungslos vonstatten gegangen, so dass wir bereits am frühen Nachmittag zu Hause waren. Auspacken, Wäsche waschen, etc läuft fast schon automatisch. Abends waren wir gleich eingeladen bei der langjährigen Freundin von Hubert, die sich nach über 20 Ehejahren von ihrem Mann getrennt hat und jetzt mit einer Frau zusammen ist. Sie hat uns in ihre neue Wohnung eingeladen und was Feines gekocht. Ich mag sie richtig gerne und empfinde die Gespräche mit ihr als tiefgehend und fruchtbar. Mittwoch auf der Waage hatte ich 2 Kilo mehr im Vergleich zu vor dem Urlaub, was mich natürlich ärgert. Da Hubert auch noch frei hatte, sind wir beide ausgiebig ins Fitnessstudio inklusive Sauna gegangen und hatte am Nachmittag einen Beratungstermin bei Huberts Bank, den er schon länger ausgemacht hatte. Für mich fühlte sich das ganze Setting an, als wäre ich im falschen Film, denn es ging um das nicht unerhebliche Vermögen von Hubert und die Frage, was damit passieren soll, wenn Hubert plötzlich tot sein sollte. Die Einzelheiten würden zu weit führen, aber es hat nun einiges an Entscheidungen und weiteren Terminen zur Folge. Abends endlich mal wieder selber kochen und daheim sein. Am Donnerstag Arbeit bis zum Umfallen im Kinderzentrum, da Patienten versehentlich doppelt einbestellt waren, die man beide nicht wieder heim schicken konnte. So kam ich mit hängender Zunge nach Hause und gleich weiter zum Lokal Goldmarie, wo wir mit Maja und ihrer Freundin (die für Bernd eingesprungen ist, weil dieser bei seinem kranken Vater in Norddeutschland gebraucht wird) und Huberts Freundin Ruth, verabredet waren um das Hochzeitsgeschenk von Ruth einzulösen, nämlich ein Theaterbesuch im Volkstheater. Nach der Goldmarie ging es also zu „Felix Krull“. Das Schauspiel war so komisch und fast schon Slapstick artig, das das Publikum währenddessen laut gelacht und zwischendurch geklatscht hat. Sehr kurzweilig und beeindruckend von der Leistung der drei Schauspieler, die alles gegeben haben, wie mir schien. Freitag nach der Arbeit nochmal Fitnessstudio und dann ab nach Schliersee. Am Samstag erwartete uns ein richtig heißer Sommertag. Nach dem Frühstück Wandern auf die Mariandlalm und Nachmittags am Haus ausruhen, mit Jaron telefonieren und später Spargel kochen. Das erste mal draußen essen und genießen. Gleich geht’s nach München, wo wir abends Tanzkurs haben und den Sonntag in Ruhe ausklingen lassen. Die Vögel zwitschern ausgiebig und ich freu mich, dass es jetzt wieder Frühling ist.
Da weiß ich vor lauter Erholungsmaßnahmen gar nicht mehr, wo ich anfangen soll!!! Gott sei Dank immerhin einmal bis zum Zungehängen gearbeitet! Vermögensberatung sicher extrem ätzend – das gehört wohl „zum Geschäft“! Und noch eine Frau in Huberts Dunstkreis, die zu Frauen übergelaufen ist – nach Luisa… Bestimmt ist es jetzt wunderschön und hoffentlich steht nicht so schnell wieder eine Reise an – alles hier klingt schöner.
Achso, wollte noch sagen. Felix Krull liest sich ja auch sehr lustig…
Von Felix Krull habe ich schon von mehreren Seiten gehört, dass da eine besondere Aufführung geboten ist- was Du darüber schreibst, bringt mich dazu, sie auch bald sehen zu wollen.
Lysistrata 2 war auch großartig! Egal. wie groß oder weniger groß der Nachlass mal sein wird, das Thema ist von vorneherein spassfrei, schlimmer als Steuererklärungen!