Gedanken zur Arbeit, Sportprogramm, Vater-Mutter-Kind Konstellationen, Dieter und Schliersee

Ich kann meine Woche immer aufteilen in drei bis vier Schwerpunkte. Da ist an erster Stelle die Arbeit, die ja den größten Teil meines Tages einnimmt und die mich mal mehr und mal weniger anstrengt. Auch empfinde ich mich nicht immer als hilfreich. Im Moment machen die Maßnahmen, die ich in meinen Gutachten empfehle wenig Sinn, weil es auch im sozialen Bereich, wie überall, zu wenig Therapeuten, Tagestätten und Förderplätze in Frühförderstellen gibt. Ich versuche dann den Eltern zu erklären, wie sie selber mit ihren Kindern spielen und sprechen können, um die Kinder in ihrer Entwicklung zu fördern. Eigentlich sind das für normale Eltern Selbstverständlichkeiten, aber in der heutigen Zeit der digitalen Medien haben auch die Eltern verlernt, wie sich sich gegenüber ihren Kindern verhalten können, damit die z.B. die Sprache lernen. Eine Mutter sagte letzte Woche, sie hätte extra für das 1-jährige Kind einen riesigen Fernseher gekauft, vor dem es quasi den ganzen Tag verbracht hat, und dadurch die Buchstaben und Zahlen gelernt hat. Aber sorry, liebe Frau, Kinder lernen die Sprache nicht aus der Fernsehsendung. Ganz besonders übertreiben es die Familien mit Migrationshintergrund. Da die Kinder exzessiv die englischen Youtube Videos schauen, schnappen sie einige englische Worte auf, aber die Muttersprache lernen sie überhaupt nicht mehr geschweige denn einen wechselseitigen Dialog zu führen.

Der zweite Schwerpunkt meiner Woche ist die sportliche Betätigung mit Linedance, Fitnessstudio, Yoga und Standardtanz. Hat alles prima geklappt in dieser Woche.

Dann kommen noch der Schwerpunkt soziale Beziehungen. Allen voran natürlich Hubert, mit dem ich ja den größten Teil verbringe. Am Mittwoch war ich mal wieder bei Sören zum Mittagessen, bei dem Maja dann dazu stößt, wenn sie aus der Praxis kommt. Und zum Abendessen mit Hubert kam Luisa, so dass ich zweimal an dem Tag die Konstellation Vater, Mutter und Kind hatte. Zum Teil ist es ähnlich, was die Rollenverteilung angeht, zum Teil auch verschieden. Ich mag beides gerne. Am Donnerstag waren wir abends mit Dieter im Giesinger Garten zum Reden und Essen. Dieter hat mit 57 Jahren noch mal eine neue Liebe gefunden und war ganz beseelt davon, wie gut es sich anfühlt. Die Trennung von der letzten Freundin war allerdings noch keine 3 Monate her. Er möchte nicht alleine sein sein und findet auch immer wieder jemanden.

Freitag bis Sonntag am Schliersee. Diesmal stand es im Zeichen von Ausmisten und Planen des oberen Schlafzimmers. Samstags Mittags Spazieren am Tegernsee und Einkehr in den Biergarten vom Tegernseer Bräustüberl. Dort durch Zufall alte Bekannte getroffen und ein Gespräch mit der Tischnachbarin geführt, die sich als Münchner Psychotherapeutin herausstellte und zudem eine Verwandte von Huberts engstem Kollegen ist, so klein ist mal wieder die Welt. Außerdem planen wir den Urlaub in Slowenien im Juni und haben über Booking bereits 3 Unterkünfte gebucht. Gleichzeitig überlegen wir, ob wir im Winter auf die Kapverdischen Inseln fliegen. Zu allen Ländern gibt es richtig gute Reisereportagen in der Mediathek, so dass man einen guten Eindruck bekommt. Am Samstagabend haben wir solche Reisebericht angeschaut. Gleich gehts noch zum Tanzkurs, der letzte im Fortgeschrittenen-Kurs. Ab nächsten Sonntag sind wir schon im Bronzemodus.

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3 Kommentare

  1. Heike sagt:

    Was du vom Kinderzentrum schreibst ist bedrückend und erschütternd. Eigentlich fand ich schon zu meiner Beratungsstellenzeit die ersten Anzeichen, als Mütter telefonierend ihre Kinder abholten. Der Geist ist aus der Flasche… Deine Woche/dein Leben in Bereiche zu gliedern ist eine interessante Möglichkeit. Ich persönlich frage mich allerdings oft, was mit dem Hauptteil ist, nämlich dem, wo NICHTS ist? Zweimal Mutter-Vater-Kind im unmittelbaren Vergleich. Und wieder Urlaubspläne. Tapetenwechsel? Neues kennenlernen? Welt sehen?

  2. Ines sagt:

    Im Vergleich zu anderen bin ich in meiner Kindheit/Jugend und auch während der Ehe mit Sören nicht gereist, wir waren jedes Jahr am gleichen Ort. Vielleicht möchte ich was nachholen und außerdem finde ich es sehr bereichernd, andere Länder und ihre Kulturen kennen zu lernen.

  3. Renate sagt:

    Ich sehe immer wieder Kleinkinder im Kinderwagen sitzend, mit einem Handy in der Hand. Ganz zu schweigen von dauertelefonierenden Müttern. Gestern eine Reportage, leider zu spät eingeschaltet, über Slowenien gesehen. Ein schönes, kleines Land.

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