Biden geht/ Archivfest/ Sommerfreuden
Heute gehe ich mit der Nachricht ins Bett, dass Biden geht.Es lag schon in der Luft, war in den letzten Tagen Gesprächsstoff an mehreren Orten, wo ich hinkam. In den Tagesthemen hat Hubertus Heil sich beeindruckt und beeindruckend geäußert und Prof. Bierling , ein sehr geschätzter Kollege, den wir zu Amerikathemen öfter eingeladen haben, äußerte sich so hoffnungsfroh für die weitere Entwicklung der Demokraten, dass die schwarze Wolke der Besorgnis, Trump würde es diesmal sicher wieder schaffen, aufriß.
Gesundheitlich geht es mir nicht gerade gut, ständige Schmerzen im linken Bein, das manchmal ohne Vorwarnung wegknickt. Das Sitzen in der Oper eine Qual. Die Inszenierung an manchen Stellen befremdlich. Was hat ein Stuhl, der eine S/M Vorrichtung hat in La nozze di Figaro zu suchen und ist ein Wald aus Hanftöpfen eine lustige Provokation?
Nach langer, langer Zeit hab ich mich im Archiv der Münchener Arbeiterbewegung, in dem ich eigentlich Vorstandsbeisitzerin bin, mal wieder blicken lassen. Der Garten im Ebenböckhaus eine Oase, saßen wir beisammen, ich kann sie gut leiden, all die aufrechten Sozialdemokraten, die engagiert von ihren Projekten erzählen, die AFD Welle beklagen und keinen Tadel laut werden lassen, dass ich mich so lange nicht blicken ließ, nur: wie schön, dass du da bist!
Zweimal war ich schwimmen in dieser Woche, es war jedesmal ein Genuss, dass das Bein im Wasser nicht weh tat. Sommerfreuden kenne ich weniger, ich fühle mich eher gequält von der Hitze, habe keine Lust auf Biergarten, lange Abende, in der Wohnung ist es zu heiß. Ich liege lieber viel auf dem Sofa rum
War Bierling der Professor aus Regensburg? Wahnsinnig sympatisch und unverwüstlich optimistisch, das fand ich auch! Mir ist so ein Optimismus – koste es, was es wolle – absolut nicht gegeben. Es war eine Wohltat – allen Unkenrufen zum Trotz. Gleichzeitig beginnt die Welt schon, Trump in den Arsch zu kriechen. – Wenn doch alle Sozialdemokraten wie die in diesem schönen Garten wären! Einge atmen allerdings ja immer noch diesen Geist und dann wüsste man jederzeit, was man wählen sollte.
Hubertus Heil hat mich auch sehr beeindruckt. Der Sinn mancher Requisite im Theater ist oft rätselhaft. Ich mag das auch nicht, ebenso wie die Hitze.