Hitze, Regen und keine guten Nachrichten

Mit Eva telefonisch  Fragebogen des MDK wegen einer Höherstufung für Mamas Pflegegrad ausgefüllt. Wie wir den Bogen Punkt für Punkt durchgegangen sind, wurde uns einmal mehr bewusst wie abhängig Mama ist und ohne Hilfe nicht mehr kleben könnte. Eigentlich waren die Badesachen vorbereitet, nach Vollcorner und Edeka war bei mir die Luft raus. Nachts ein Gewitter, so heftig, dass unser Haus vibriert hat. Schwülecam nächsten Tag. Zum Orthopäden, der mir eine Spritze, wegen frozen shoulder, gab. Zur Friseurin geradelt, die online Termine ab September eingestellt hat. Habe einen Termin am letzten Julitag bekommen, den ich mit den Kindern wahrnehmen muss. Lenbachhaus, inspirierende Ausstellung, die mir viel Freude machte. Anschließend Schreiben und Gespräche im kühlen Außenbereich des Cafés Ella, ohne Störung durch die Bedienung.  Kurze Übergabe von Daniel. Anschließend erst Luis geholt, der Schulranzentag im Kindergarten hatte, danach Emilia. Linda hatte vorgekocht. Essen auf dem Balkon. Spielen im Hof. Abends kam die ersehnte Nachricht von Andys Mutter, die die Woche zuvor MRT, Biopsie usw. hatte. Leider sind es keine guten Nachrichten. Lungen CA mit Knochenmetastasen, inoperabel. Der Tumor ist über die Jahre langsam gewachsen. Nächste Woche beginnt die Therapie mit Chemo und Tabletten. Mir tut Edeltraud unendlich leid, sie ist so ein guter, feiner Mensch. Ich weiß dass das kein Kriterium ist. Es fühlt sich furchtbar an, weil ich sie kenne und sehr schätze. Freitag arbeitete ich und konnte einem Geburtstagsständchen nicht entgehen. Süßes und Salziges aus Dänemark für die Kolleg*Innen mitgebracht, nebst Marzipanhörnchen von mir. Besuch bei Mama und Sylvie. Sylvie fuhr, nachdem wir ein wenig geratscht haben, mit dem Rad zum Petuelpark. Ich saß mit Mama im Garten als plötzlich riesige Regentropfen runterprasselten. Gerade noch den Sonnenschirm und die Wäsche gerettet. Sylvie kam tropfnass zurück. Mich erwischte es auf dem Heimweg auch. Heute eine kühle Stadtführung mit dem DGB gemacht. Von Eisdiele zu Eisdiele. Vom Odeonsplatz in die Türkenstraße. Das angesagte Ballabeni, mit einer meterlangen Schlange vor der Eisdiele, das Adria, das Bartu, das iceDate, ein veganer Laden, der Verrückte Eismacher, mit sehr extravaganten Sorten, wie Curry Wurst, Pizza., Tomate-Basilikum. Die meisten Teilnehmer*Innen gönnten sich an jeder Station ein Eis oder Sorbet. Für mich war ein Cassis-Sorbet mehr als genug. Drei Stunden dauerte die Tour.

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2 Antworten

  1. Heike sagt:

    Du bist unermüdlich und nein – egal ob man es liebt, hasst oder fürchtet – kein Geburtstags-Entrinnen im Hospiz, und wenn es Wochen danach ist! – Das mit Andys Mutter tut mir leid und nein, es ist kein Kriterium, ob jemand ein guter, schlechter, gesunder oder schindludernder Mensch ist – das Los fällt wohin es will. Sehr schade und traurig, auch dass sie alle Torturen jetzt auf sich nimmt, von denen wir ahnen, wohin sie führen.

  2. Ines sagt:

    Das ist ja die andere Oma von Emilia und Luis. Ist sie bei den beiden auch so präsent wie du? Sehr traurig, wenn jemand Nahes so eine Diagnose bekommt. Die Eisdielen-Stadtfürung find ist lustig. Eis mit Currywurstgeschmack dagegen gruselig. Das Wetter ist echt extrem, men kann nichts planen.

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