Die Hitze, die Massen und ein gemütlicher Geburtstag

Die Hitze der vergangenen Tage war fast unerträglich, vor allem nachts. Ich schlafe bei offenen Türen , draußen ist oft viel Lärm zur Unzeit: Leute, die sich laut unterhalten, wenn sie auf der Straße gehen, Motorräder, die mit Vollgas anfahren, junge Leute, die laut grölen. Stadt eben…Die Seen sind sehr voll von Besuchern, dumm, wenn man mit dem Auto fährt: In Kempfenhausen keinen Parkplatz gefunden, in Ammerland das gleiche, der Parkplatz ist auch da voll, also noch weiter suchen… Gottseidank gibt es den Eizenberger Weiher, an dem ich nicht nur Ruhe für einen Badetag finde, sondern da gibt es noch den schönen Kiosk, wo es leckeren selbstgebackenen Kuchen von der Schwiegertochter der Verkäuferin gibt. Und das herrliche Moorwasser! Der See meiner Jugendjahre ist nach wie vor ein Lieblingsort. In dieser Woche bin ich gleich drei Mal dort gelandet.

Und dann war da noch mein Geburtstag, den ich nicht groß feiern wollte. Als ich morgens ins Wohnzimmer kam, hatte Janni einen großen Blumenstrauss auf den Tisch gestellt nebst einer Schachtel Pralinen und einem sehr lieben Brief, in dem sie sich für unsere gemeinsame Zeit bedankt. Sofort war ich in Geburtstagslaune. Zum Frühstück war ich bei Sabine eingeladen, auch sie schenkte mir einen schönen Blumenstrauß und eine Tasche, die sie in Paris besorgt hatte, eine federleichte Tasche aus einem recyceltem Stoff, der origamimäßig gefaltet war. Ich wollte zwei Stunden bleiben, ich blieb fast fünf Stunden, was dazu führte, dass der Kaffee am Nachmittag mit Sirena und Janni ausfiel. Dann war ich noch mit Tonie und Sirena für den Abend beim Griechen verabredet. Da konnte man sehr schön draußen sitzen, es war ein lauschiger Abend, an dem ich leider zu viel Wein getrunken habe, vielleicht vertrage ich auch nicht mehr gut Alkohol auf meine alten Tage.

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3 Kommentare

  1. Heike sagt:

    Das klingt alles gelungen und ja, herzlichen Glückwunsch nochmal und nein, am Tag kann man zu keinem See – auch wir gehen nur morgens und nein, das auf-einem-Bein-Stehen ist nicht nur dein Thema, es gilt für alle Menschen und die Seebekanntschaft bestätigte, was ich auch seit Unzeiten predige, dass es nicht nur eine Altersfrage, sondern auch eine der inneren Balance und tagesabhängig ist! Sie sagte nur, im Alter sei es besonders wichtig – warum, das habe ich vergessen. Eine andere – offenbar Yoga-geübt, trocknete sich ab, ausgiebig jeweils wie ein Storch auf einem Bein stehend.

  2. Ines sagt:

    Von diesem Weiher schreibst du jedes Jahr und ich nehme mir immer vor, dort auch mal zum Baden hin zu fahren. Bei Penzberg ist der, gell. Vor viele Jahren war ich dort schon mal. Deinen Geburtstag hast du schön verbracht.

  3. Renate sagt:

    Feiern wolltest du nicht und doch war der ganze Tag eine einzige Feier.

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