Naturschauspiel im Salzburger Land

ich bin in den Bergen. Die ich nicht begehen kann, nicht mal auf meine Weise, vorsichtig auf leichteren Wegen. Es regnet zu stark, es ist kalt. Aufgebrochen bin ich im Sommer. hier schneit es schon, pn den Berge sind in dicke Wolken gepackt, über den Attersee ziehen Nebelschwaden. Wie in jedem Jahr im September  bin ich hier mit 10, 12 Leuten, Freunden von Alexander, früheren Kommilitoninnen und Kommilitonen, die inzwischen in alle möglichen Richtungen verstreut leben, Da ist Sally aus Minnesota mit ihrem Mann, die viel zu erzählen haben, in diesem Jahr auch über die Wahlen. Sally kocht phantastisch gut, alle freuen sich auf den Tag, an dem sie am Kochtopf steht. Meistens zieht sie sich zurück, sie schreibt Bücher , ich habe ihr von unserer Schreibgruppe erzählt.Da ist Alex, der berlinert, er ist in Hennigsdorf aufgewachsen und ich rede viel mit ihm über die DDR und seine Erinnerungen, Jeden Morgen läuft er runter zum See und schwimmt eine Runde. Bewundernswert! Es ist so kalt, wie schafft er das bloß  Es gäbe noch einige Kuriositäten zu erzählen…Beim Frühstück sitzen wir lange, die gemeinsamen Abende enden spät, es ist eine nette Truppe, in jedem Jahr. Ich bin allerdings nur aus einem Grund gerne dabei: weil Gabi dabei ist.

Meine Alleingänge habe ich auch, z. B. eine Fahrt nach Bad Ischl. Es ist in diesem Jahr Kulturhauptstadt. Die Straße    ist kurvenreich, scheint nicht enden zu wollen. Dort will ich erst mal ins Kaffeehaus gehen und einen warmen Tee trinken. Alles ist sehr plüschig, von der Einrichtung bis zum Geschirr altmodisch und gemütlich. Die Straßen sind gesäumt von besonderen kleinen Geschäften, die offensichtlich in privater Hand sind. Eine Ausstellung im Sudhaus über Salz und Kunst. Ich bin beeindruckt von dem Video eines japanischen Künstlers, der mit Salz Spuren einer Landschaft malt, in Erinnerung an seine Schwester, die sehr jung verstarb, und seine Gedanken über Vergänglichkeit in einer Tafel daneben. Es geht also in dieser Ausstellung um Salz und um Naturwissenschaften und dabei künstlerische Umsetzung verschiedener Themen.Die Ausstellung von Ai Wei Wei schaffe ich leider nicht, ich hätte sie als Erstes anschauen sollen, aber ganz interessant: Im Tourismuszentrum Plakate von Jenny Holzer, Abramovic u. a. zum Thema „Frieden“, man kann sie kaufen, sie liegen in dicken Blöcken da. Ich hätte noch einen weiteren Tag da zubringen können, aber der Weg ist wegen des schlechten Wetters etwas mühsam.

Und dann die Heimfahrt! Axel fährt mit mir zusammen und filmt die überschwemmte Straße. In München gibt es keinen Regen und die Himmel ist blau mit weißen Wolken. Schön ist es diesmal, nach Hause zu kommen!

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4 Kommentare

  1. Heike sagt:

    Ich hatte mich gewundert, dass ihr trotz der Weitterprognosen gefahren seid – sehr riskant, aber doch wohl bei Weitem nicht so schlimm wie mancherorts. Immerhin schreibst du: Naturschauspiel. Die Katastrophen scheinen sich anderswo abzuspielen. Dein Plüschcafé würde mir gefallen. So ein Hüttenaufenthalt zu zwölft – das wär was für mich…

  2. Ines sagt:

    Ich hab Schwierigkeiten mit den Namen von deinen Freunden. Alexander, Alex, Axel..Sind das verschiedene?. Und Gabi, mir scheint, da gibt es auch mehrere. Aber vielleicht ist das gar nicht so wichtig. Diese Tage mit 12 Menschen, die jedes Jahr stattfinden, sind für dich schön und geprägt von guten Gesprächen. Dass es so krasses Hochwasser gegeben hat, hab ich erst heute erfahren. In Würzburg schien die Sonne.

    • Beate sagt:

      oh, sorry, in der Tat sind die Namen nicht so wichtig, es gibt nur EINE Freundin Gabi, mit ihr war ich auf Sylt und jetzt eben am Attersee. Ihr Mann heißt Alexander (auch Alex) und Axel, mit dem ich nach München fuhr: Wir waren die Trauzeugen bei der Hochzeit von Gabi und Alexander. Es ist zugegebenermaßen verwirrend über Leute zu lesen, die man nicht kennt. Andererseits: Was soll ich über so eine Zeit sonst schreiben, wenn ich nicht die Namen derer erwähne, die außer mir am Tisch saßen? Die anderen Leute sehe ich einmal im Jahr, es ist eine bunte Mischung von Ärzten, die allesamt Studienkollegen von Alex waren und deren Ehepartner, sie leben verstreut in Erlangen, Regensburg, Minnesota.Es ist für mich ein Phänomen, wie Alex die Kontakt zu ihnen allen hält. Ich habe nur eine Freundin aus Studienzeiten.

  3. Renate sagt:

    Wichtig, auch Alleingänge zu haben, bei 12 Personen. Das Café würde mir auch gefallen. So eine Heimfahrt auf der überschwemmten Straße, hattest du sicher noch nicht oft.

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