Entlastung, Vielerlei und Werther

Die schlaflosen Nächte sind vorbei. Belastendes ist im „Fall“ von Heike besprochen und, so hoffe ich, aus der Welt. Eine anstehende Wurzelbehandlung trug auch nicht zu erholsamen Nächten bei. Behandlung wird im November fortgesetzt. Yoga macht Spaß und schon bin ich ein bisschen beweglicher. Die Stelle an den hinteren Rippen zeigen sich davon allerdings unbeeindruckt. Nach Coburg ging die kleine Reise, die mir Christa zum 70sten geschenkt hat. Eva war mit dabei. Übernachtung im Hotel „Villa Victoria“. Spaziergang auf die Veste, mit x Höfen, durch den riesigen Park und die Innenstadt. Auf der Rückfahrt hatte der ICE gute 20 Minuten Verspätung, was uns erlaubte einen anderen ICE zu nehmen. Besuch bei Mama, die mir überallhin folgte. Das ist wieder eine neue Phase, die wahrscheinlich genauso schnell vorübergeht, wie das Ausspucken von Obstschalen. Dann war da noch die kleine Hexe in der Augsburger Puppenkiste, mit Luis. Er war begeistert und will noch ein anderes Stück mit Emilia sehen. Erstaunlich wieviele Erwachsene, ohne Kinder, zu dieser Vorstellung kamen. Cafe mit Gabi, wo ein Stück Kuchen inzwischen 6,00 € kostet. Mit Ingrid eine Führung durch das Verlagsgebäude der SZ gemacht. Entweder saß eine Person in einem Büro, selten mehrere, oder die Büros waren verwaist. Im 27. Stock, mit einer grandiosen Aussicht, sitzt die Geschäftsleitung. Zwei Führungen vom DGB gemacht.“Frauen gegen Hitler“ und  „Ein paar Wörtchen zum Örtchen“. Jetzt kenne ich Örtchen, wenn’s mal pressiert, die ich vorher nicht kannte. Abends zu Werther. Von Karoline von Günderrode hatte ich noch nie gehört. Sie ist das weibliche Pendant zu Werther, auch sie starb durch die eigene Hand. Werther las ein Gedicht von ihr vor.  Der junge Schauspieler spielte beeindruckend. Die Sprache Goethes zu verstehen fiel mir aufgrund der Literaturgruppe leichter. Die Inszenierung mit Humor und Leichtigkeit gefiel mir gut. Spaziergang im Regen runden das Wochenende ab.

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3 Kommentare

  1. Heike sagt:

    Buntes, aber auch Belastendes bei dir! Günderode scheint ein Liebling der jungen Regisseurin zu sein – sie hatte auch ein Kleiststück zu einer Mischung gemacht. Sie wäre auch mal was – ist irgendwie auch „Kult“ – mal wurde sie die „Sappho der Romantik“ genannt. Bei 6 € pro Kuchen hört`s bei mir auf. Toll euer Ausflug an die alte Arbeitsstelle, an der nichts mehr ist wie es einmal war.

  2. Ines sagt:

    Du hast wieder viel gemacht, Kulturelles, Kulinarisches, Kinder und Yoga! Mich als alte Yogatante freut es, dass du schnell eine Verbesserung der Gelenkigkeit spürst. Dass Erwachsenen alleine in die Augsburger Puppenkiste gehen, finde ich auch lustig und etwas befremdlich, wie wenn man ohne Kind in den Tierpark oder in den Circus geht.

  3. Beate sagt:

    Es gibt ein sehr schönes Buch von Christa Wolf: „Kein Ort. Nirgends“. Darin lässt sie eine fiktive Begegnung von Kleist und Günderrode geschehen. Vielleicht interessiert es Dich? Mit den vielen Stadtrundgängen lernst Du München besonders gut kennen, interessante Themen sind das! Dass Du gleich Fortschritte beim Yoga machst, ist so toll! Das lässt den Mut Gassen, am Ball u bleiben !

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