Emilia, Werther und Wasmeier

Und wieder hielt Emilia uns in Atem. Sie ist am Freitag beim Schlittschuhlaufen auf den Kopf gefallen, dass der Helm gebrochen ist. Nachts hat sie ein paarmal gebrochen, so dass Linda mit ihr ins Krankenhaus gegangen ist. Diagnose Schädel Hirn Trauma was einen stationären Aufenthalt erforderlich machte. Ich war gestern den ganzen Nachmittag im KH. Sie hat sich nicht mehr erbrochen und gegen die Kopfschmerzen bekam sie was. Heute durfte sie wieder heim, muss aber noch genau beobachtet werden, da manche Symptome erst später auftreten können. Linda, die mit im Zimmer schlief, war sehr froh heimzukommen. Was war sonst noch diese Woche. Im Hospiz gewesen, damit mir Daniel die Neuerungen zeigen konnte und ich präpariert bin für die kommenden zwei Vetretungswochen. Danach zu den LiteraTüren. Es fällt mir immer leichter mich in Goethes Sprache einzufinden. Auch bei Werther fiel mir auf wie selbstverständlich ich die Sprache empfand, anders als vor Jahren, als ich das Stück schon einmal gesehen hatte. Kaffee bei Inge getrunken. Bei Nebel hier losgefahren, bereits am Hauptbahnhof schien die Sonne. In Fischhausen Neuhaus war herrlicher Sonnenschein. Mit Traudl das Wasmeier Museum besucht. Ich kannte es von einem Betrirbsausflug schon. Gegessen im Biergarten, anschließend Besichtigung der Häuser, Ställe und Freigehege. Kaffee wieder im Biergarten. Weiterfahrt nach Bayrischzell. Der Ort wie tot. Lebt wahrscheinlich erst im Winter wieder auf. Zugfahrt ohne Störung. Balkon winterfest gemacht. Hühnersuppe gekocht. Zu Mama geradelt, die so unruhig war und alle paar Minuten aufgestanden ist. Heute innerliche Vorbereitung auf zwei Wochen Hospiz. Langes Telefonat mit Eva, die heute Nacht aus Portugal zurückkam.

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2 Kommentare

  1. Heike sagt:

    Schädel-Hirn-Trauma, das ist ja schrecklich! Erst dachte ich, „nur“ Gehirnerschütterung, aber nein. Da muss man wohl wachsam bleiben. Es darf doch einfach nicht wahr sein – Sorgen über Sorgen! Dass Emilia sich oder ihr euch überhaupt traut, sie Schlittschuhlaufen zu lassen und sie nicht langsam in Watte einbettet?! – Die Unternehmung(en) mit Traudl haben das wunderbar Wiederkehrende – ein Inbegriff von Freundschaft. Ja, auch Goethe wird uns ein vertrauter Freund, sei es als Werther, sei es als Wilhelm!

  2. Ines sagt:

    Das ist mehr als Pech, dass Emilia schon wieder so schwer verunfallt ist. Ich als Mutter hätte auch ständig Sorge, dass ihr wieder etwas zustößt. Vielleicht geht Emilia irgendwann mit ganz viel Widerstandskraft aus dieser Unglückssträhne heraus.

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