Gespräche mit dem Ex-Mann, Babybauch, Symposium und alte Knochen und Gelenke

Am Montag hatte Sören Geburtstag. Ich rief ihn an, um zu gratulieren. Da er nichts vorhatte, sprachen wir lange am Telefon. Er spricht ganz offen mit mir über seine inneren und äußeren Kämpfe, was mich irgendwie beeindruckt und auch freut, denn das war nicht so, als wir noch zusammen waren. Umgekehrt berichte ich ihm nicht viel von meinem Leben. Das sparen wir aus, er fragt auch nicht danach. Am 3. Advent haben Hubert und ich ihn zum Essen eingeladen. Ich möchte mich nicht immer nur alleine mit ihm in der Agnesstraße treffen, sondern Hubert mit einbeziehen. Am Mittwoch kamen Maja und Bernd zum Abendessen. Maja ist schon im 7. Monat und hat jetzt einen kleinen Schwangerschaftsbauch. Auch Luisa war da, die sich mindestens genauso auf das Baby freut wie wir. Als Maja sich nach dem Essen auf das Sofa legte, saßen Luisa und ich neben ihr und hielten beide andächtig eine Hand auf Majas Bauch, um den Kindsbewegungen nachzuspüren und still zu jubeln, wenn wir das kleine Leben im Bauch spüren konnten. Bernd und Hubert unterhielten sich weiter am Esstisch und wir Frauen hatten diese vertraute und andächtige kleine Runde. Am Freitag und Samstag fand wieder das alljährliche Hellbrügge-Symposium statt. Im Hörsaal des Klinikums Großhadern präsentieren verschiedene Fachrichtungen wissenschaftliche Vorträge, die zum Teil interessant und relevant sind, zum Teil auch ermüdend. Am Samstag wurde im Anschuss an die Vorträge noch ein Preis an unseren ehemaligen Psychologischen Leiter Dr. Voigt verliehen. Unser Chor umrahmte die Preisverleihung mit drei Liedern. Wir hatten sogar Männerstimmen aus einem anderen Chor ausgeliehen, so dass es eine recht beeindruckende Darbietung wurde, die mich beseelt hat. Als ich am Samstag morgen die Treppe zur U-Bahn runter gerannt bin, um die Bahn noch zu erwischen, habe ich mir irgend etwas an der Hüfte verrissen und konnte mich nur noch humpelnd und unter Schmerzen fortbewegen. Ein furchtbarer Zustand. Zum Glück hat mein Körper scheinbar gute Heilungskräfte, denn nach der durchgeschlafenen Nacht war es heute wieder gut. Aber es zeigt mir auch, dass ich nicht mehr wie früher wie ein Reh aus dem Stand herumspringen kann. Trotz regelmäßiger Bewegung sind die Knochen und Gelenke nicht mehr ganz jung. Auch den „Bodystyling“-Kurs werde ich nicht mehr machen, zu viel Hüpfen und Belastung der Gelenke. Mein Knie hat sich gemeldet, nachdem ich am Dienstag das zweite mal teilgenommen habe.

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3 Antworten

  1. Heike sagt:

    Die Entwicklung mit Sören ist wirklich sehr schön, auch überraschend! Dass du dich bei ihm mit Lobliedern auf dein neues Leben zurückhältst halte ich für taktvoll und klug – niemand möchte hören, wie super es es, seit er selbst aus dem Spiel ist. Ein ausgewogenes Maß ist angebracht. Dass ihr durch den Familienzuwachs noch mehr Patchwork werdet, dass hatte ich gar nicht auf dem Schirm. Wie wunderbar – auch Luisa als neue …ja was? Halbmutter, Tante?

  2. Heike sagt:

    Nochwas: wenn es bei mir wehtut, dann ist ja klar woran es liegt. Bei dir könnte auch manchmal eine leichte Überdosis an Sport im Spiel sein. Bei Michi – das wollte ich noch sagen – auch stark aus dem Leim gegangen und nicht gerade „fit“, wird stets die Qualität der Knochen und Gelenke konstatiert: „wie bei einem 30-Jährigen“!

  3. Renate sagt:

    Schon im 7. Monat. Die Kindsbewegungen zu spüren ist sehr berührend. Du kannst dich sicher auch noch gut an die schmetterlingshaften, ersten Bewegungen erinnern. Später beult sich der Bauch richtig aus. Gut dass du nicht gestürzt bist. Hüpfen mochte ich noch nie.

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