2024-12-14-Woche der Schreibgruppen, Plätzchen und des Linolschnitts – Jakob+Anna, Otto+Otti und Hirnschädigungen bei Omas und Schlossern

Diesmal fange ich erst am Mittwoch an und sieheda, eigentlich habe ich schon alles vergessen. Ich versuche es und dann versuche ich es nochmal, wieder nach Pause – Samstag Abend. Da Jakob und Anna hier sind und Jakob sich wieder nur vage und unbestimmt ausgedrückt hatte – wusste ich es nicht so genau und bin ziemlich verplant. Da es aber um meine allerheiligsten Schreibgruppen geht sind Abstriche ausgeschlossen – die stehen über allem. Anna sagt, wann immer sie zu uns kommt, ist sie am Rande ihrer Kräfte. Macht nichts – das darf ja sein.

Am Sonntag bei strömendem Regen Fensterkonzert in der Borstei, die sich wie Türen eines Adventskalenders öffneten – kerzenerleuchet. Wie so oft: Gabriele die Initiatorin. Man ging im Pulk von Fenster zu Fenster. 1. Station: viertelstündiges Streichquartett. 2. Station: eine junge Frau sang Zeitgenössisches aus dem ersten Stock. 3. Station: eine Frau unterm Torbogen blies das Alphorn. 4. Station Ladenstraße: Flütenduo – es wurde leise mitgesungen. Danach Glühwein, den die engagierte Bewohnerschaft füreinander ausschenkte. Ausgefroren und freudig gestimmt heimgegangen. – Montag Chor, später Aetas-Schreibgruppe – fast nur Absagen. Vor einem Jahr fiel diese adventliche Gruppe wegen krassen Schneeeinbruchs aus. Diesmal krank, Rücken, erschöpft. Zuletzt haben wir es uns nicht nehmen lassen und es wurde – zu dritt – sehr nett bei Plätzchen, Adventskranz und entsprechenden Impulsen. – Am Dienstag wieder Augsburg. Nach ich-weiß-nicht-wievielen Telefonaten und einem Schlosser vor Ort vor ein paar Wochen kam einer, der kein Wort deutsch sprach. Er wusste nicht, wo er hin sollte, und als das Schloss eingebaut war und ich fragte, was mit dem neuen Beschlag ist – über den bei jedem Telefonat gesprochen worden war, und jedes Mal wusste diejenige am Telefon wieder nichts davon, so auch diesmal. Dabei war das alte verzogen und durch die Aufbrechversuche der Vormieterin beschädigt und wackelte. Das Schloss saß, aber der Griff nicht. So hat er einen Beschlag im Auto gefunden, an den er lange hinsägen und hämmern musste, auch die altertümliche Tür ist jetzt ziemlich zerbohrt, die Klinke bleibt schwergängig – nicht leicht runter und nicht von selber hoch. Wenn ich das jetzt reklamiere – wird es nutzen? Wird bis zum jüngsten Tag irgendwer in dieser Firma kapieren, was Sache ist? Jetzt allerdings zittere ich, weil dieser neue Beschlag womöglich den Denkmalschutz verletzen könnte. Dabei bin ich an Schlüssel-Fritz gebunden. Das Haus hat bzgl. Sicherheitsschlössern den Vertrag. – Nachmittags Spitzbuben gebacken. – Am Mittwoch wieder Beates Auto geholt – zu Hamberger – und am nächsten Tag zu Otti und Otto nach Heldenstein. Jakob wäre es wichtig, dass Michael mal wieder mitkommt und besonders Anna. Anna hat es nicht geschafft, weil sie hier eine Ausstellung aufbauen musste und für Michael ist sowas der Horror. Dicke Luft. So sind Jakob, Oma Renate und ich zu dritt gefahren. Oma hatten wir täglich daran erinnert, und täglich wusste sie von nichts. Auch behauptet sie, das ganze Jahr noch nicht dortgewesen zu sein. Es war sehr schön und warmherzig. Es ist ja Peters Verwandtschaft – schlicht bis zum Anschlag; ein echtes Gespräch ist nicht möglich. Wie Peter dort der Außenseiter war, so ist es jetzt Jakob mit seinem Lebensweg. – Freitag Auto zurückgebracht. Tee getrunken, auf dem Bett gekuschelt, dann nochmal miteinander zu Werther. Wenig verstanden vom Balkon aus. – Samstag Schreibgruppe bei Alexandra – Gott, das war schön. Eine muss man stark mitschleppen – nicht so einfach. Das Christkind ist auch schon zu mir gekommen – Überraschung! – Da ich immer noch an Leseflaute leide überfällt mich verstärkt Backlust; auch einen Linolschnitt habe ich fabriziert (beides inspiriert durch die AetasGruppe), der allerdings mangels Material wie Farbe nicht zur Vollendung kommt. Tatendrang hilft gegen das Spüren dessen, was fehlt. – Jetzt schlägt mein Herz unserer Schreibgruppe entgegen – der UR-Gruppe!

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3 Kommentare

  1. Ines sagt:

    Oh wie schön, dass du uns als Ur-Schreibgruppe bezeichnest. Ich werde immer ein bisschen eifersüchtig, wenn du schreibst, wie toll die anderen Gruppen sind und freu mich fast, wenn eine Teilnehmerin mitgeschleppt werden muss. Dass Michael in der Runde von Peters schlichten Verwandten leiden würde, ist mehr als verständlich. Auch Feingeist Anna wäre fehl am Platz. Von ihr würde ich gerne mehr erfahren. Auf jeden Fall musst du das Schloss in Augsburg reklamieren. Das kann ja gar nicht wahr sein, was du da erlebst.

    • Heike sagt:

      Und ich muss so schmunzeln, fast lachen, jedenfalls lacht mir das Herz im Leibe, wenn du manchmal sagst, dass du eifersüchtig bist! Das finde ich sehr schön und lieb und ehrlich und das gefällt mir. Hilft es denn, wenn ich sage, das musst du nicht? Was würde helfen?

  2. Beate sagt:

    die Geschichte mit dem Schloss ist so überaus ärgerlich! ich stimme zu: Reklamieren ist angesagt (so ein dilettantischer Pfusch!) Wie schön deine Linolschnitte aussehen! Und wie fein zu sein das Gebäck verspricht! Ich freue mich so sehr auf unser Schreiben morgen! Auch mir geht es sehr gut damit, dass wir die Ur-Gruppe sind!

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