2025-01-12- 3-Könige + Hospizschreibe – zuckerfrei, LiteraTüren + Träume – Praxisgruppe, Beatrix + Herr der Ringe

Letzter Sonntag? Vorbereitungen für 3-Königs-Schreibe. Kuchen backen; Aufräumen. Textimpulse längst bereit. Spaziergang – ja? nein? Am frühen Abend mit Michael Herrn der Ringe angefangen, das kann er sich mit mir vorstellen. Ich war so glücklich und zufrieden, dass dahinter sogar mein Bedürfnis nach Füßekraulen verstummte. Solange es um die lieben Hobbits geht mag ich die Geschichte. Mittlerweile schon drei ausgiebige Lesungen – welch schimmernder Mosaikstein für (m)ein glückliches (Ehe-) Leben! – Montag: Christkönig, wieder nicht bereut. Hier bekommt Weihnachten Sinn. So liebreizend diese kleine Schar an König*innen und Sternträgern zwischen Kindergarten und fortgeschritten pummeliger Pubertät! Pfarrer Bauer trifft den Ton – ich glaube, jeder fühlt sich angesprochen. Eigentlich wollte meine Nachbarin mit, aber sie war in Krise. Dann Ärmel hochkrempeln.Tisch decken, Auflauf mit Lachs, Spinat, Kartoffeln in den Ofen; Teller mit letzten Plätzchen, Datteln, Mandelsplittern anrichten: Sahne zum Kuchen schlagen, (Renates) Chai u.a. Getränke aufgießen. Dann klingelt es und alle stehen gleichzeitig vor der Türe. Eine ganz Esoterische, anstrengend, weil allzu penetrant-zwanghaft-überfreundlich-wertschätzend, fiel „leider“ wegen Krankheit aus (was den Nachmittag so angenehm und unangestrengt machte wie selten); ihr Mann kam allein;  Adam brachte seine neue große Liebe mit (jedesmal eine andere, aber diesmal für IMMER, deshalb sollte sie mit!). Heike R., und Ingrid, die um 6:00 den Frühdienst angetreten hatte. Den Tisch erstmals auf volle Größe ausgezogen. So haben genau sechs Personen ideal Platz. Der Wohnung lichtdurchflutet an diesem Tag. Herzliches Wiedersehen dieser Ex-Hospiz-Konstellation, dann Schreiben (die „Neue“ zunächst vorsichtig herantastend, also etwas banal), dann alle zunehmend tief, innig und spirituell wie von einer anderen Welt. Hinterher noch ratschen, weiteressen, manche länger, manche kürzer, die letzte war Ingrid. Alle haben alle Reste mitgenommen, die ich heroisch (mit einem weinenden Auge) weggegeben habe. – Seit Dienstag zuckerfrei. Lily hat schon vor einer Woche angefangen. Wir halten zusammen. Bei ihr geht’s um ein Hochzeitskleid im Mai… – Dienstag Wilhelm-Meister-Lese bei Gabriele, vorher einstimmen; gleichzeitig Gestriges nachbereiten; Schreibsamstag vorbereiten sowie Seminar am 1. Februar bei Dasein. (Dort erfahre ich leider immer erst im letzten Moment: voll, Warteliste oder zu wenig Anmeldungen, wie letztes Mal. Dann war die Vorarbeit umsonst). – Direkt nach den LiteraTüren mit Renate (und Eva und Christa) in die Drehleier, wo ihre Freundin Gabi mit ihrem Improtheater auftrat. Bewunderswert, was die Leute aus dem Ärmel schütteln und wie sicher diese Frau – kugelrund und strahlend, aber auch fähig zu bösem Mienenspiel –  auf der Bühne steht! – Mittwoch „Ruhetag“- Martina Hefter zu Ende gelesen, von der ich glaubte, ein paar Anregungen für uns entnommen zu haben. Ausgiebiges Telefonat mit Ines. – Donnerstag weiß-nicht-mehr, abends Buchvorstellung Kafkas Werkstatt ausgelassen. Schade, aber Ruhebedürfnis überwog (sowie Lust auf Lesung mit Michi!). – Freitag drei Stunden in der offenen Sprechstunde der Hautärztin verbracht. Hinterher stelle ich fest, dass sie eine Anmischung mit Antibiotika verordnet hat – meine Allergien sind bekannt! – zusätzlich etwas gegen Milben/ Fadenwürmer bzw bei Vorstufe von Hautkrtebs. Ist sie verrückt!? Das nehme ich nicht – hatte lediglich im Zuge der Winterhaut Stellen, die sich zu rauen, schuppigen Furchen vertieften, nachdem Michael mich mit Orange gefüttert hatte. Vielleicht vergeht es von allein. – Samstag 20. Schreibgruppe in Alexandras Praxis! Danach Ex-Kollegin Beatrix im überfüllten, lauten Literaturhaus. Die Pixiaustellung, die ich bei der Gelegenheit inspizieren wollte (evtl Schreibort?) wie ein Karneval für Mütter mit Kleinstkindern, ein Kinderspielplatz. An der Kasse sagte man mir, unter der Woche sei es weniger „schlimm“. – Heute Birgitta. Statt mich bekochen zu lassen habe ich mir, wie schon einmal, erbeten, ob wir es bei Wasser belassen könnten. – Tag 6. Diese Erfahrung wäre eine eigene Seite wert. – Seit Fabians Tipp, mir Träume zu bestellen, träume ich täglich. Zum Dank notiere ich disziplinert, bei Nacht und Nebel, in der Küche.

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3 Kommentare

  1. Ines sagt:

    Lesen und Schreiben, das zieht sich bei dir durch die ganze Woche. Sogar mit Michael hast du ein Vorlesebuch gefunden. Das finde ich sehr schön. Du machst also zuckerfrei im Januar, während andere im „dry january“ auf Alkohol verzichten. Ich wollte eigentlich auch ohne Zucker leben diesen Monat, aber es hat schon einige Ausnahmen gegeben, insofern muss ich noch mal von Vorne anfangen. Und schon das zweite mal, dass Kleinkinder und Mütter einen Ort besetzen, den du besuchst und die Ruhe dahin ist. Ich träume im Moment auch wie verrückt, obwohl ich es mir nicht gewünscht habe und die Träume nicht aufschreibe.

  2. Renate sagt:

    Ein Buch gemeinsam lesen ist gewiss schön und verbindet. Zuckerfrei ins neue Jahr. Ich denke bei jedem Stück Schokolade, dass ich esse, am dich. Ich träume und vergesse. Ich bestelle die Träume nicht zu vergessen.

  3. Beate sagt:

    Ihr habt ein gemeinsames Buch gefunden- Herr der Ringe- wie schön, was für ein schönes Vorhaben für die nächsten Winterabende!

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