Krank im Resturlaub, Ausmisten, Pasinger Fabrik mit 21 Kolleginnen
Anfang der Woche hatte ich 2 Tage Resturlaub genommen. Montag konnte ich für einen Besuch bei Mateo nutzen, davon hatte ich im letzten Beitrag schon geschrieben. Am Abend spürte ich ein leider deutliches Halskratzen und starke Kopf- und Körperschmerzen. Den freien Dienstag hing ich erkältet zu Hause rum und konnte nichts machen, hämmernde Kopfschmerzen. Am freien Mittwoch reichte die Verfassung fürs online Yoga aus, aber nicht für den geplanten Mateo-Besuch Den Rest des Tages verbrachte ich mit Sichten und Ausmisten aller meiner Schubladen und Schränke. Es gelang mir großzügig wegzuschmeißen und neue Ordnung zu schaffen. Das hinterlässt ein gutes Gefühl. Beim Durchgehen der Ordner verließ mich dann aber die Entscheidngskraft, insbesondere nach einem Ordner mit Scheidungsunterlagen. Die restlichen Ordner müssen warten, vielleicht noch ein Jahr bis zum nächsten Resturlaub. Donnerstag war ich so leidlich fit und bin mit etwas schlechtem Gefühl in die Arbeit, die ich mühsam geschafft hab, so auch Freitag. Am Freitagabend stand die Einladung meiner scheidenden Lieblingskollegin Susann an. Sie hatte unser Frühbereichsteam und das Schreibaby-Team in die Cantina in der Pasinger Fabrik eingeladen, wir waren 21 Frauen. Das war ein wunderschöner Abend, ich blieb bis zum Schluss und konnte mich mit verschiedenen jüngeren und auch alteingesessenen Kolleginnen privat unterhalten, die ich sonst nur im Arbeitskontext kenne. Eine neue Kollegin erzählte mir zum Beispiel, dass sie 10 Geschwister habe. Ihre Eltern seien beides Ärzte und 9 der insgesamt 11 Kinder seien jetzt ebenfalls Ärzte. Die Kollegin hat jetzt schon selber 4 Kinder, sie wirkte sehr entspannt. Auf jeden Fall ist die Intention von Susann, unseren Zusammenhalt zu stärken und uns mehr als ein Team zu begreifen, voll aufgegangen. Heute, Samstag, hänge ich wieder ganz schön ab. Ich muss gestehen, dass ich noch nicht ganz gesund bin. Außer Frühstücken mit Luisa und Tessa, die gerade da sind, Markteinkauf und SZ lesen war nicht viel mit mir los. Eigentlich habe ich kaum Symptome, aber mein Kopf fühlt sich nicht frei an, wie unter einer Glocke oder Watte im Kopf.
Sonntag: Endlich ist der Kopf frei. Mir geht’s deutlich besser. Wir kochen einen großen Topf vegane Bolognese, einen Teil bringen wir mit zu Maja und Bernd, die wir am Nachmittag besuchen wollen. Luisa will mitkommen, sie ist ja die Stieftante und ganz entzückt vom Familienzuwachs. Abends Tanzkurs.
Ich bin ganz erstaunt, was du alles geschafft hast – trotz Infekt und hämmerndem Kopf! So eine Ausmístaktion schaffe ich frühstens nach drei Wochen Bettruhe und alles andere ist schon mehr als das, was ich gesund hinkriege. – Tolle Einladung – schade allerdings, dass Susann weggeht. „Schreibaby-Team“ klingt speziell bis skurril! – und gut, was sind schon vier Kinder im Vergleich zu elf!! Manche sind schon mit einem völlig überfordert. Eine Situation und die andere einfach nicht zu vergleichen. Allerdings muss man von Haus aus betucht sein, um sich den Wohnraum und all die Studienjahre leisten zu können. Erfolgreiche Familie auf ganzer Linie.
Hab vergessen zu sagen, wie toll ich das finde, dass es sogar eine begeisterte Stieftante gibt….
Wenn der richtige Schwung und die Lust zum ausmisten da ist, geht es auch angeschlagen. 10 Geschwister hatte meine Mutter auch, Arzt oder Ärztin wurde keine*r.
Gut, dass deine Erkältung überstanden ist und du Mateo wieder besuchen kannst! So ein neuer Erdenbürger ist eine Sensation. Ein Wunder, das alle bestaunen wollen!