2025-05-11- Eisheilige – Mutter ohne Kinder – WELTBÜHNE! – trotz Ausfällen überfüllt: Margot, Lily, Susanne, Schreibgruppe, Stammtisch, Herr Diemer, Kurzbesuch Jakob

Sonntag: Niesel leitet Wetterumschwung ein. Temperatursturz. Für die Blumen eine angenehme Dusche. Gestern hätte ich (wir) eigentlich putzen müssen/sollen/wollen…. Auch hatten wir den Dylan-Film vor. Aber Kino lag/liegt uns so fern. – WM-„Protokoll“ angefangen, dauert immer Stunden. – Momentan essen wir unterschiedlich – sodass wir uns Sonntag für „richtig“ Essen erkoren haben – Brezenfrühstück und Ei. Fabian hat sich für Ende der Woche angesagt. Heute wollte ich zu Gerhard Richter – keine Lust, ein Muss (?) – dann doch nicht. Zu feucht, zu dunkel. Eine Woche voller Vorhaben. Was wird wohl aus allem? – Mir geht ein Aspekt des philosophischen Vortrags nach. Hutter sagte, wir neigten dazu, auf das Besondere zu achten, nicht auf das (wichtigere?) Alltägliche. Das stimmt, zumindest auf meine Blogbeiträge bezogen. Die Stunden des Herumlümmelns, in-die Luft-Schauens, des Fernsehens, der nicht getanen Dinge, machen den Hauptteil aus und bleiben außer Acht. Das würde ich gern ändern. Wirklich? Besser ich schriebe vorwiegend morgens? Vielleicht fördert es die inneren Aspekte gegenüber den „Fakten“?

Montag. Erster Chor nach vier Wochen. Ich bin noch vorsichtig, mache vorher StimmAufwärmÜbungen. Die lang geplante Vogelstimmenführung am Waldfriedhof fällt ins Wasser. Man musste sich nicht anmelden, deshalb kein schlechtes Gewissen. Es scheint „kalte Sophie“ zu sein. Die Natur atmet auf. – Jetzt hätte sich auch Jakob angesagt. Beide gleichzeitig, das könnte schwierig werden, nicht nur wegen Platz, sondern auch atmosphärisch.

Dienstag. Nach allem Alltäglichen, dem neu-Alltäglichen und anderem alltäglich NICHT-Gemachten, nach langer Zeit Margot getroffen. Ich verliere meist das Interesse, wenn zuviel Zeit vergangen ist, hätte am liebsten abgesagt. Hildegard Knef-Film – der mich eigentlich nicht interessiert – dann doch toll. Ich kannte sie nur als Sängerin, weniger als Poetin, zudem diese Schönheit! Auch wusste ich nichts von all ihren OPs, auch SchönheitsOPs – noch vor Michael Jackson. Als Kind hatte ich ihre Platten bei Lollo gehört. Immer befremdet von ihrer Stimme. Obwohl ich ja selber regelmäßig auf meine eigene Stimme angesprochen wurde. Hinterher Café Haidhausen – sehr dicht alles, leider für die Stimme Gift, auch fürs Gehör – am Mittwoch Logopädie, die mich wieder „heilt“. Danach Lily auf eine Stunde. – Donnerstag. Zu spät für die Führung der DJG bei den Holzschnitten angemeldet: wieder ein erleichternder Ausfall – Höchstteilnehmerzahl erreicht. So schaffe ich es zum Hospiz-Ehemaligen-Stammtisch pünktlich. Unterhaltsam, aber die Kommunikation (Stimme, Gehör) extrem anstrengend und begrenzt auf wenige Gegenüber. Leider sagte einer am Ende: deine Stimme klingt heiser. Ich arbeite doch schon wochenlang daran! – Freitag Herr Diemer. Mein Anker.- Dann der nächste Ausfall. Alexandra krank – wir anderen wollen uns nicht ohne sie treffen. So lichtet sich mein „Terminplan“. – Dann doch nicht. Susanne fragt wegen Isarphilharmonie. Erst sage ich nein, dann überlege ich es innerhalb einer Minute anders. Ein sagenhafter Abend mit Fazil Say, diesem Irrwisch am Flügel und Ravel, Bernstein… Früh morgens war Jakob zum Frühstück dagewesen; ich geputzt und über zwei Tage „meine“ tolle Suppe zubereitet; er hat nicht Quartier bezogen, weil ihm die Aussicht darauf, mit Fabian da zu sein, zu riskant war. Dann verschob Fabian von Tag zu Tag, kommt evtl heute Abend. Nachmittags kommen die Holzkirchener ein letztes Mal in Omamas Haus zusammen, bevor es verkauft wird. Also evtl auch erst morgen früh. Musste noch Bienen füttern, Waben kochen, Kerzen machen („die erste bekommst du“)… Ob ich heute überhaupt einen von beiden zu sehen bekomme? Ich sorge vor, um Enttäuschung abzuwehren. Sehr ambivalente Gefühle zum Muttertag und bedrückende Bilanz. – Gestern noch Schreibgruppe in Alexandras Praxis. Hinterher erfüllt, alle Eindrücke gehen mir nach, und platt; den Nachmittag verpennt. Kurzer Spaziergang mit Michi. Sein Zustand ist Besorgnis erregend und es prallen, wenn ich oft erfüllt heimkomme, unterschiedliche Energien aufeinander. – Jetzt also Muttertag. Draußen zwitschert es.

Auf der Weltbühne Ereignisse von seltener Tragweite: Kanzlerwahl. Neuer Papst. 80 Jahre Befreiung. Margot Friesländer.

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3 Antworten

  1. Beate sagt:

    Den Knef-Film fand ich großartig! Und Bob Dylan versäumte ich, er war ausverkauft- also später, wenn ich wieder in München bin, werde ich einen neuen Anlauf nehmen!
    Und: es ist nicht schlecht, wenn mal eine Verabredung/ ein Termin ausfällt. Dass Du Sorge um Michael hast und der endgültige Abschied von Holzkirchen ansteht – Unruhe im Alltag dieser Woche

  2. Ines sagt:

    Deine Stimmtherapeutin macht gute Arbeit. Dass du immer wieder zu Herrn Diemer gehen kannst, ist auch ein Glück. Schön, wie du jetzt auf deine Stimme aufpasst und sie pflegst und gleich merkst, wenn ihr etwas nicht guttut. Muttertag ist ein zwiespältig Tag. Einerseits will man ihn nicht so wichtig nehmen, andererseits ist man enttäuscht, wenn die Kinder ihn vergessen oder nicht kommen.

  3. Renate sagt:

    Das Treffen mit den ehemaligen KollegInnen war lustig. Auch ich kann nur mit den unmittelbar neben mir Sitzenden sprechen. Ich mag keine großen Runden. Zuviele Treffen und Verabredungen? Oft werden sie abgesagt, welch ein Segen. Die Sorge um Michael wird hoffentlich bald weniger.

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