Das leere Haus, Japanausstellung und Mama

Das Haus, ohne Mama, ist jetzt schon leer. Leer, so wenig Energie von Mama ist zu spüren. Haben, Eva und ich, beide festgestellt. Kommt es daher, dass wir uns schon lange innerlich mit Abschied auseinander gesetzt haben. Viel zu tun ist in dem Haus. Säckeweise entsorgt, für das Rote Kreuz ein Sack und was Mama noch brauchen kann, auch ein Sack. Die Farben Japans, so eine schöne Ausstellung. Ich gehe sicher ein zweitesmal. Mittag Luis von der Schule geholt und mit ihm zum Metzgerwirt. Zwei Kolleginnen saßen in der Gaststube. Das Essen nicht besonders, was ich eigentlich wusste. Im Hinterhof machte Luis Hausaufgaben, wenn er eine Pause brauchte, haben wir Fußball gespielt. Abend Ehemaligen Treff im Yak und Yeti. Die Unterhaltung beschränkte sich, wie Heike schon geschrieben hat, auf einen kleinen Kreis. Bei mir auf den neben mir Sitzenden, Max. Wir landeten bei Qualtinger und Kreisler. „Geh ma Taubn vergiften im Park“. Und auch „der gschupfte Ferdl“ wurde gesungen, allerdings sehr lückenhaft. Mit dem Zug nach Penzberg. Mama war im Aufenthaltsraum mit anderen Heimbewohnern. Jede für sich, jede in ihrer eigenen Welt. Im Zimmer wurde Mama mit einem Lifter ins Bett geschaukelt, wo sie gleich einschlief. Ich bin in die shopping Mall, habe mir eine Jeans gekauft und bin anschließend ins Café. Eine alte, aber geistig sehr rege Frau, setzte sich zu mir. Sie ist vor Jahren zugezogen, bekommt wenig Kontakt und erzählte mir in Kürze ihr Leben. Wieder zurück ins Heim. Mama schlief, handhalten, bisschen mit ihr geredet, die Blumen die ich für Mama gekauft habe, gerichtet, dann kam die Pflegerin um sie zu duschen und ich bin zum Bahnhof. Samstag meine Lohnsteuer mit Elster gemacht. Letztes Jahr fiel es mir leichter. Muttertag! Mit Linda und den  Kindern in unser Haus geradelt. Die Kinder und Linda gingen durch das Haus und nahmen was sie brauchen konnten. Weiter ging es in den Schrebergarten, wo Andy uns schon erwartete. Er hat eine wunderbare Erdbeer-Schmandtorte gebacken. Für Linda und mich extra ein kleines Herz. Jede bekam eine kleine Blume. Andy hatte viele Pflänzchen dabei, die er in die Erde bringen musste. Emilia und Linda machten Perlenarmbänder und ich spielte mit Luis Boccia.  Zum Abendessen gab es Pizza von der Villa Dante, die mich wenig begeistert hat.

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2 Antworten

  1. Beate sagt:

    Das leere Haus! Vielleicht ist es gut, schon. Mal Sachen zu sortieren und weg zu packen ! Wie du du schreibst scheint Euere Mutter recht gut versorgt zu werden, das ist beruhigend! Ich bin in Penzberg auch manchmal shoppen gegangen, ein kleiner Trost für die schweren Gänge zur Mutter.
    Einen schönen Muttertag hattest du!

  2. Heike sagt:

    Jede „in ihrer Welt“ – das macht melancholisch und zeigt, wie wenig die Idee heilsamer Gemeinschaft aufgeht in so einem Zustand. Trotzdem klingt es friedlich, wie du das in Penzberg beschreibst. – Einen Ausschnitt gelingender Familie zeigt deine Schilderung des Muttertages – beneidenswert. Und schade, Qualtinger usw hätte mich sehr interessiert. Ich war im Schraubstock von Katharinas Unterhaltung – zwar abwechslungsreich und nicht uninteressant, aber du weißt ja genau, was ich meine.

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