Eifel, Monschau, Mülheim an der Ruhr

Montag: ich verlasse Suzannes Haus und laufe durch den Wald nach Monschau. Unterwegs begegne ich einer Freundin, deren Familie in der Eifel seit Generationen verwurzelt ist, sie zeigt mir den Hof ihres Bruders, seine Kühe auf der Weide, und erzählt mir von Fauna und Flora in der Gegend. Eine Kuh wird unruhig, setzt sich in Trab- da sehen wir, sie verscheucht einen Fuchs, der der Herde zu nahe gekommen ist.
Monschau ist ein mittelalterliches Städtchen, durch das ich schnell durch laufe. Ich setze mich in ein Café und esse eine Senfsuppe. Hier gibt es eine Senfmühle und einige Geschäfte verkaufen hier Monschau Senf.
Dienstag fahre ich mit Suzanne nach Düsseldorf und gleich mit dem Zug weiter nach Mülheim an der Ruhr. Was für ein hässlicher Ort schon wieder, ein Billigkaufhaus am nächsten, ein hässlicher Platz reiht sich am nächsten, keine Parks, dafür aber Fabrikruinen.
Die Schule ist mir sympathisch, viele junge Lehrer, die uns freundlich begegnen. In meinen Planspielen sitzen diesmal lauter Mädels, Türkinnen, Iranerinnen, Syrierinnen, Afrikanerinnen, keine Deutsche. Alle lesen fließend die Texte, alle wissen, was z.B. ein Konservatorium ist oder ein Antiquariat Sie verfassen tolle Texte. Ich bin begeistert über zwei richtig tolle Gruppen. Am dritten Tag Film und Auswertung. Es war wieder einmal schön zu arbeiten. An den Abenden gehen wir in ein türkisches Restaurant, essen sehr gut und sehr viel und unterhalten uns mit Aussparung von Alinathematik und Damoklesschwert ihrer Geburt im Herbst, wo ich zuhause sein will.
Wieder zurück, Einladung am nächsten Tag, Samstag nach Freising. Gabi feiert Geburtstag . Mit all ihren sehr netten Freunden. Ich habe ein starkes Ruhebedürfnis und verziehe mich nach dem Kaffee mit Gabi in die Küche, um das Büffet für den Abend vorzubereiten. Endlich allein mit ihr! Wir haben uns lange nicht gesehen und sie kann mir von den Befreiungsfeier in Dachau erzählen, da ist alles bestens gelaufen. Ich hatte in NRW nicht mal Tagesschau gesehen..
Eigentlich brauche ich jetzt mal ein paar Tage Ruhe, um wieder zuhause anzukommen.

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2 Antworten

  1. Heike sagt:

    Welch lebhafter Bericht – die Natur erlebe ich mit, bis ich abrupt bei „Senfsuppe“ abstoppe! – Was du in der Schule erlebt hast finde ich richtig toll. Es hebelt alle Vorurteile aus – eine Generation international zusammengewürfelter Intellektueller – nichts von „Kopftuchmädchen und anderen Taugenichtsen“! – „Ausgesparte Themen“, „unter den Teppich Gekehrtes“, das wäre auch mal was zum Schreiben für uns. Dergleichen kostet Energie und hat seinen Preis.

  2. Ines sagt:

    Über die Senfsuppe bin ich auch gestolpert. Dass du dir nach dieser Woche Ruhe wünscht, ist allzu verständlich. Hoffentlich gelingt es auch.

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