Mai: ein Monat voller Geburtstage. Alina und ihr Onkel
Geburtstage im Mai -in dieser Woche sind es noch weitere drei Freundinnen, die Geburtstag haben: Mit Katharina fahre ich am Montag nach Gmund (Bahn und Schienenersatzverkehr), es ist herrliches Wetter, wir laufen nach Tegernsee. Der Weg ist so schön, der Blick auf die herrliche Landschaft, das Grün der Bäume, die Freude über den Ausflug. Dann Einkehr im sehr vollen Biergarten, an unseren Tisch, der gerade leer geworden ist, setzen sich vier Männer. Katharina sagt mit einem Nachdruck, der unnachahmlich ist, „Sie rauchen hoffentlich nicht“.. und gleich geht eine Pöbelei hin und her und wir verlassen besser den Tisch. Es ist zu voll im Biergarten, das Essen schmeckt nicht wirklich gut und es wird Zeit, wieder aufzubrechen.Auf dem Weg zum Museum laufen mir Viola und Andi über den Weg und ich werde zum nächsten Geburtstag eingeladen: Am Sonntag beim Inder! Katharina und ich gehen in die Ausstellung „Geschichten die das Meer erzählt“ und bleiben lange im Museum, bis wir wieder die Heimfahrt antreten und in dem schönen Café am Hauptbahnhof in München noch einen Absacken trinken. Mit Sabine Zintel bin ich zwei Tage später zum Mittagessen verabredet. Wir treffen uns regelmäßig zum Essen, und wir haben gemeinsame Themen, es wird nie langweilig. Sabine ist auf dem Sprung zu ihrem Segelurlaub und will heute ihren Geburtstag im Weiteren allein sein.
Im Laufe der Woche signalisieren mir Kopfschmerzen, dass ich nun endlich wirklich mal Ruhe brauche. den Donnerstag verbringe ich endgültig im Bett. Den Freitag auch.
Und es bewegt sich viel. Mit Alina verstehe ich mich wider Erwarten richtig gut. Sie hat viel Kontakt mit Bernhard, der zu ihr milde ist, strenge Nachfragen wegen ihres Studiums eingestellt hat. Jeden Tag fährt Alina zu seinem sehr betagten Bruder (er ist 89 Jahre alt) in seine Wohnung am Englischen Garten, geht mit ihm spazieren, trinkt Tee mit ihm und leistet ihm Gesellschaft.Am Freitag begleitet sie ihn ins Schwabinger Krankenhaus, sie sollte die Diagnose mithören und wird ohnmächtig, findet sich am Boden wieder, wo die Ärztin sie hingelegt hatte. Ein echter Schreck für den Onkel und Alina
Ohnmächtig?! Das ist ja schrecklich! Ich wusste gar nichts von einem Onkel – wie ein freiwilliger Kontakt in eine weit entfernte Großelterngeneration. – Kürzlich hat uns im Tribeca auch eine Raucherin eingenebelt. Selbst im Außenbereich eine Belastung, die sich nicht ändern lässt, wenn man nicht krass wie Katharina „auf Attacke“ gehen will. Irgendwo müssen die Raucher auch noch leben. Dein Kopfweh hatte ich übrigens auch – ohne Überlastung. – War es das 25 Hours?
Das mit der Ohnmacht ist echt ein Schreck. Was Alina dazu bringt, sich um den alten Onkel zu kümmern anstatt sich mit Gleichaltrigen zu treffen, ist rätselhaft. Zwei Tage im Bett ohne schwer krank zu sein kann ich mir gar nicht vorstellen.
Alina trifft schon auch ihre alten Münchner Freunde. Und fährt in der Weltgeschichte rum, um die Frankfurter Freunde zu treffen. Das mit dem Onkel macht sie Bernhard zuliebe, der sich täglich um ihn gekümmert hat und gerade für zwei Wochen Urlaub macht.