2025-07-14- Ärztemarathon in spe? – Lebenselixiere + Durchhänger im Wechsel – Peer- und Schreibgruppe

Inzwischen ist die Klempnerrechnung da. 828,00 €; die Kloschüssel selber nur 116,00€. – Kürzlich Korrespondenz mit einer SchreibgruppenTNin – jede mit ihren Malaisen. Ich: „Wann fängt das Alter eigentlich an?“ Sie: „Ich schätze, wir sind mittendrin.“

Montag Chor, weiterhin durch die „Neuen“ bereichert. Manche quatschen jetzt hinterher miteinander; die nette Schwedin spielte mir einen Choral vor, den sie gern vorschlagen würde. – Michael hat wenig Lust, sich mit meinen Verfärbungen und Schwellungen zu befassen. Entweder hätte ich ein Problem, da will er mir helfen, oder ich soll nicht herumnölen. Ich halte mich nicht an seine Ratschläge. Am Montag aber war ich „folgsam“ aus Leidensdruck. Das läuft bei meiner neuen Ärztin auf das raus, was ich bei Lonzer bemängelt habe: Bei ihr gibt es nur Wochen im Voraus Termine, bei ihren Kollegen geht’s leichter. So war es eine neue, junge, die sich, obwohl ohne Termin (telefonisch keine Chance), Zeit nahm. Die Empfangsdame hatte letztens gesagt, im Notfall dürfe ich einfach kommen. Bein gezeigt und gefragt, ob das genüge, nach zwei Minuten drangekommen. Die Ärztin hat sich eingehend mit mir beschäftigt, geht am ehesten von Muskelfaserrissen aus, auch Faszien, Gewebe usw, warum es derartig verfärbt ist fragt sie sich selber (ASS). Wenn das und das ist, soll ich sofort kommen. Jetzt bekomme ich diverse Mittel, alles selbstzahlend; Arnika war mir nicht eingefallen, dazu rät sie eindringlich. Wird wohl Wochen dauern. Erklärungen habe ich vergessen. Überweisung zur Phlebologie. Inzwischen, Samstag abend, tendiere ich dazu, doch einmal einen Orthopäden aufzusuchen. Mittlerweile kaum mehr verfärbt, aber so hart, juckt von Innen, ist etwas warm, an einigen Stellen tut es immerzu weh. Da stimmt doch was nicht. Ich bräuchte eine Mutter, die heile-Segen macht.

Dienstag HNO. Nochmal Hörtest mit der eindringlichen Empfehlung, mein Hörgerät zu reaktivieren bzw auch eines für das zweite Ohr anzuschaffen. Es lag über acht Jahre im Döschen. Ich sollte also in den sauren Apfel beißen und mich um Termine bei der Akustikerin kümmern; aus Erfahrung weiß ich, dass diese sich ein Jahr hinziehen können und nicht zwangsläufig zum Erfolg führen. Auch mit der Phlebologie habe ich Zeit verschwendet. Weiter geht es mit der Logopädin, die mich langsam nervt, weil sie penetrant bohrt, wie ich wieder zu mehr Übung kommen kann, obwohl ich versuche, ihr zu vermitteln, dass ich gerade im Keller und nicht zu Hausaufgaben aufgelegt bin. – Erste Physio wegen des Atlas – statt zartfühlender BeHANDlung wieder Übungen. So ist es, wenn ich einmal anfange. Das sind beileibe nicht die einzigen Baustellen. Soll das ein Vollzeitmarathon werden – von einem zum nächsten?

Momentan blüht die Korrespondenz mit einer Nachbarin, die sich – fachlich – bei der Entrümpelung ihrer Wohnung helfen lässt. Es ist spannend, was ein intelligenter, reflektierter, Therapie-erfahrener (und einst suchtkranker) Mensch da erlebt! – Mittwoch mit Susanne im Tribeca. Die Bälle fliegen nur so hin und her. Was die eine beiträgt, liegt der andern gerade auf der Zunge oder gar in Papierform griffbereit, um genau darüber zu sprechen. – Am Freitag nach langer Zeit wieder unsere geliebte Peergruppe, wo uns Fanny als frischgebackene Abiturientin, deren Geburt erst vorgestern war, herzlichst bekocht hatte, weil Alexandra erst in letzter Minute aus ihrer Praxis kam. – Ebendort hatte ich heute Schreibgruppe, wieder komplett nach Erkrankung einer Teilnehmerin. Innerhalb von fünfundzwanzig Vormittagen (!) ist mittlerweile eine solide Vertrauensbasis gewachsen. Ausnahmsweise hinterher kurze Begegnung mit Alexandra, die im Anschluss selber einen Termin hatte. Den Resttag vollkommen versandelt. Michael ist bei André in der von mir gescheuten Konstellation. Ohne ihn ist mit mir gerade gar nichts los. Dabei hatte ich mich gefreut, allein zu sein. – Der zuverlässigste Energiespender sind gehaltvolle Gespräche zu zweit oder in Kleingruppen – es ist, als flösse mir goldenes Lebenselixier durch die Adern.

 

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3 Antworten

  1. Beate sagt:

    Das mit den vielen „Baustellen“ gleichzeitig klingt gar nicht gut- wo weitermachen als nächstes? Aber tapfer, echt! ziehst du deine Vorhaben durch! Da ist schon mal“herumnölen“ angesagt!

  2. Ines sagt:

    Der sonst so mütterliche Michael reagiert auf dein Wehklagen wie so viele Männer, recht typisch. Das Heile heile Segen der Mama musst du dir von anderen holen. Ich schicke dir online meine mütterliche Zuversicht, dass es bestimmt wieder gut wird. Dass man alt wird, merkt man auch daran, dass man seine Ärzte öfter als seine Freunde trifft. Obwohl ich vergleichsweise kleine Wehwehchen habe, hänge ich ständig bei Ärzten rum. Toll, dass die junge Ärztin sich gleich Zeit genommen hat. Arnika hätte uns eigentlich allen einfallen müssen. Das gehaltvolle Gespräch Energiespender ist eine Quelle, von der auch das Gegenüber genährt wird.

  3. Renate sagt:

    Natürlich wäre es Arnika gewesen. Komisch dass keine von uns daran gedacht hat. Wenn du einen guten Orthopäden findest lass es mich wissen. Dein Bein ist ja nun schon so lange nicht in Ordnung. Wenigstens hat sich die junge Ärztin Zeit genommen. Jetzt auch noch HNO und Physio wegen des Atlas. Für diese Übungen braucht es Disziplin. Ich habe sie nicht!

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