Hias, Volksbad und Ballett
Yoga wäre noch viel besser, wenn sich die Rippenblockade lösen würde. Ich hoffe, Hias, Heil- und Chiropraktiker in Lenggries kann was für mich tun. Bis jetzt habe ich noch keinen Termin, wird hoffentlich nicht, wie bei Heike, bis Februar dauern. Ich habe mir ein Fachbuch zum Thema Osteoporose geholt, ein Tipp von Renate, eine ehemalige Kollegin. Viele Übungen sind Yogaübungen und ich habe den festen Vorsatz zu üben. Yoga beginnt erst wieder Mitte September, also viel Zeit zu üben und zu vergessen. Linda, die letzten Montag 39 Jahre alt wurde, hat Emilia und mich zu einem Geburtstagskaffee bei Isaak eingeladen. Luis war zu Hause bei Andy. Für Linda, die auch so ungern feiert wie ich, war es ein ganz normaler Tag, mit Physio, Fußballtraining eben dem kleinen Cafebesuch. Karte für Kassandra in der Volksbühne geholt, weiter in das Müllersche Volksbad. Mit Ingrid eine Stunde geschwommen, erst im kühlen großen Becken, danach noch im warmen kleinen Becken. Ich mag das Müllersche Volksbad sehr gern. Im Café Haidhausen was gegessen und getrunken. Termin bei meinem „Bankberater“ am Donnerstag recht zeitig. Luis geholt, Emilia musste mit Andy wieder in die LMU. Übliches Donnerstagsprogramm. Hausaufgaben, Fußball im Hinterhof und ratschen mit Linda und Maik, einem Nachbarn und Vater von Henri und Phil. Ruhiger Freitag! Samstag kam Eva sehr erschöpft und erhitzt zu mir. Sie hat die Umrandung von Pa’s Grab und dem vonTante Franziska bei der Hitze zugeschnitten. Zuvor waren keine Gräber mehr zu sehen, so zugewuchert waren sie. Nach Britzeit auf dem Balkon in das Gärtnerplatztheater gefahren. Ballett, Gershwin und Strawinsky. Die Musik von Gershwin mag ich nicht so gern, die TänzerInnen waren toll, die Kostüme weniger. Das Ballett zu Strawinskys „Le Sacre du Printemps“ war ein wenig einseitig und vorhersehbar. Streckenweise hat es mich etwas ermüdet. Zünftige Brotzeit um 21.30 Uhr im Fraunhofer. Sonntag war Räumaktion im Haus. Joanna, unsere künftige Mieterin und ihre Freundin Editha waren bereits am werkeln. Editha hat im Wohnzimmer das Laminat verlegt. Sie ist eine Allrounderin. Joanna die Wände gestrichen, Eva und ich haben Keller, Mamas Zimmer, die kleine Bauernstube, genannt Schwammerlalm geräumt. Viel geschafft, trotz Hitze. Am Abend war ich kaputt. Ich traue mich auch nichts Schweres zu heben, wegen der Osteoporose. Gerade hat die Frau von Hias angerufen. Ich habe, juhu, einen Termin am Montag.
Da Chiropraktik keine Kassenleistung ist und du selber zahlen musst, geht’s vermutlich schneller mit der Terminvergabe. Bei Blockaden könnte das gut helfen. Deine Tochter ist dir in Vielem ähnlich. Frauen, die Laminat verlegen, find ich super. Da kommt frischer Wind in das Haus deiner Mutter.
Schwammerlalm erinnert mich an euren „Grandl“. Dass du im Ballett ermüdet wurdest könnte am Ende nicht nur am Ballett, sondern an deinem Wahnsinnsprogramm liegen, das eine Dreißigjährige erblassen ließe. Immer imponiert mir eure Familie – etwas davon ist auch „wie aus der Zeit gefallen“. Und dass die Strapazen nie Oberhand gewinnen, immer ist Platz für zünftige Brotzeit, Café, Ausflug, Kultur. Vorbildlich. – Deine Rippenblockade sollte langsam weichen – mal sehen, ob Hias dich knackt.