S-Bahn, drei Tage Hospiz und zwei Cafés

Diese S-Bahn sorgt doch immer wieder für Überraschungen. Eingestiegen und mich gewundert, dass alle, bis auf eine, nachfolgenden Haltestellen durchgestrichen waren. Am Bahnsteig keine Info, dass die S-Bahn bis Ostbahnhof durchfährt. Termin beim Friseur gerade so geschafft. Nachmittag wieder das S-Bahn Vergnügen, allerdings nur zu spät kommende Bahnen. Radfahren war mir wegen starkem Gegenwind verleidet. Endlich wurden auf die Implantate die Kronen gesetzt. Schmerzlose Angelegenheit! Jetzt habe ich wieder ein lückenloses Gebiss. Drei Tage im Hospiz. Wenig zu tun. Die Aufnahmen hat Daniel alle vorbereitet. Donnerstag kam Luis zu mir, gleichzeitig mit dem Krankenwagen, der einen neuen Patienten brachte. Brotzeit und Hausaufgaben. Zu Hause bei ihm mit Panther und Tiger, große Stofftiere, Hand- und Fußball gespielt. Linda war fertig als sie von der Arbeit kam, es ging jedoch gleich weiter zum  Sommerfest von Emilias Pfadfindern. Linda war auch fertig weil die gesamte Organisation ihr bleibt, wie Zahnarzt, Physio, Fußballtraining, LMU usw. Andy baut im Moment ein neues Team auf und ist ziemlich absorbiert von seinem Job, wenn das nicht wäre würde er Linda wahrscheinlich trotzdem die Organisation überlassen. Ich weiß auch nicht wie Linda das finden würde, wenn sie das nicht mehr in der Hand hätte ? Die Fahrdienste müssen sie sich aufteilen, daß geht nicht anders. Letzter von drei Tagen im Hospiz. Bei strömendem Regen mit Traudl in das Café Kuchentratsch gefahren. Relativ groß das Café, mit bunt gemischten Sitzgelegenheiten, üppige Auswahl an Kuchen, die von Rentnerinnen und Rentnern gebacken werden. Unter der Woche kann vom Café aus beim backen zugeschaut werden. Schlusslicht diese Woche war die Ausstellung „Everything matters“ alles ist wichtig; alles zählt. Das zeigte auch die Ausstellung mit ihren zahlreichen Texten, Fotos, Listen und Videos. Im Café Luitpold, teuer und laut, geschrieben und gelesen. Für mich eine große Herausforderung, was Konzentration und Stimme betraf.

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2 Kommentare

  1. Ines sagt:

    Das was du von Linda schreibst nennt man neuerdings „mental load“, trifft meist auf die Mütter zu, die immer alles im Kopf haben, organisieren und sich für alles verantwortlich fühlen. Hab neulich einen Beitrag im TV darüber gesehen. Glückwunsch zum lückenlose Gebiss. Das Konzept vom Café Kuchentratsch find ich klasse.

  2. Heike sagt:

    Oh Gott – mental load. Das ist die viele care-Arbeit. Da hilft nur work-life-balance. Oder me-time…
    Als ich Bine sagte, ich glaubte, dass es für für ihr Karma sei, dass auch sie endlich mal für jemanden sorgen müsse: sie habe nie verstanden, wie Mütter herumjammerten, da sie doch die meiste Zeit auf Spielplätzen die frische Luft genössen: Jetzt sehe sie die Sache anders. Ich glaube nicht, dass ein Mann mehr vollbringen könnte als Andi und v.a., dass das den Stress reduzieren könnte. Es ist nichts anstrengender als diese Zeit. – Gut, dass es eines Tages anders wird – wenn auch nicht bei dir! Immerhin gibt es (Tratsch-) Cafés! Glückwunsch zum neuen Gebiss!

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