Film, Penzberger Mädels und Nachbarschaftsdienste

Kaum war ich nach Hause zurückgekommen, fing die Zeit der Katzen- und Blumenpflege an. Franziskas Zen-Garten ist groß und wunderschön. Wenn ich den Gartenschlauch auf den Bambus richte und den Morgen begrüße, bin ich froh im Herzen. Die Miezen von Wallners sind immer dankbar, wenn ich komme um sie zu füttern. Eigentlich ist es eine richtig gute Nachbarschaft, die wir miteinander pflegen.
Am Dienstag war ich mit Alina Kaffee trinken im Café an der Münchener Freiheit. Davor war ich im Fitnessstudio gewesen, Kurs bei Anke wie immer. Ich merke, dass ich Schwierigkeiten mit der Koordination habe, die Achtzigjährige Psychotherapeutin, die viel beweglicher ist als ich, rät mir, dran zu bleiben, alle Stunden kommen und mitmachen… Mittwoch war Putztag und am Donnerstag wollte ich endlich mal was Erfreuliches machen: Kino im Monopol. Der Film war großartig wegen seiner besonderen Landschaftsaufnahmen, dem Licht und auch der Plot war interessant- eine junge Frau übernimmt die Leitung der Arbeiter, die in einer Mine nach Bodenschätzen suchen. Aber erfreulich? Das Leben aller Personen ist karg und hart und ohne Perspektive auf eine bessere Zukunft. Trotzdem ist der Film“Bitter Gold“ sehenswert
Am Freitag war ich zum Frühstücken mit den Penzberger Mädels verabredet. Sigi ist umgezogen, nach Feldafing. Auf dem Grundstück von Buchheim sind viele Staatsbedienstetenwohnungen errichtet worden. Sie hat eine im Erdgeschoss bekommen mit Garten und ist glücklich damit. Was aus uns so geworden ist…Sigi ist nach wie vor erfrischend unterhaltsam und natürlich und ganz und gar unprätentiös, Jutta kaum zu erkennen weil sie durch die Abnehmspritze in der Breite auf ein Drittel geschrumpft ist, gar nicht mehr die Jutta die ich von Kind auf kenne. Ulli ist sooo künstlich- hier trifft echt „Barbie“ zu und sie hatte mit mir nur das Thema, was man alles im Gesicht schnipseln kann( gerade waren ihre Lider zum zweiten Mal dran gewesen) ich konnte mich aber durch ihre Berge an Make-up zur alten Ulli durchwursteln und verbrachte mit ihr und ihrem Mann noch ein paar Stunden auf ihrer schönen Terrasse. Weil ich etwas unausgeglichen war, beschloss ich am Samstag zuhause zu bleiben und meine Wohnung und den Balkon herzurichten. Unser Schreibkurs- ohne Renate- am Sonntag hat viel Tiefe in mir hinterlassen
Die nächste Woche muss mit einem Termin beim Zahnarzt beginnen, ich habe seit ein paar Tagen Schmerzen im Kiefer.

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Eine Antwort

  1. Heike sagt:

    Sigi würde ich gern mal sehen, eine Jutta kenne ich nicht, und bei Ulli frage ich mich, ob es die schiache Ulli ist, die jetzt Hand an sich legt? Kann ich mir gar nicht „künstlich“ vorstellen, passt m.E. überhaupt nicht. Um eine richtige Barbie zu sein braucht man ja auch ein paar Voraussetzungen. Heute dachte ich bei der neuen Weltmeisterin in rhythmischer Sportgymnastik an die junge Mutter dieses properen Babies, die aussah wie aus der Retorte. – Genauso ist das mit dem Sport. Man kann sicher bei aller Disziplin keine Athletin aus sich machen, wenn man das nicht in sich hat, aber es gibt immer Steigerungspotential. – Deine Nachbarschaft ist ein Traum, v.a. du für die anderen.

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