Viele Termine und nicht nur erfreuliche Begegnungen

Wieder daheim, hatte ich eine sehr volle Woche, über die ich letzten Sonntag nicht geschrieben habe Am Anfang Wilhelm Meister und am Ende unsere Schreibgruppe- beides so erfüllend! Wenn ich in meinen Kalender schaue, sehe ich, wie voll die Tage waren mit Brandner Kaspar im Resi, Kino (Leibniz-Chronik eines verschollenen Bildes -sehr sehenswert!), Arztterminen, teuerer Inspektion vom Auto und Treffen mit Sirena (ich habe sie vom Flughafen abgeholt) und Gabi (was für ein opulentes Frühstück im Rigoletto!)Wie die Zeit viel zu schnell vergeht! Wir haben so viel zu besprechen und freuen uns unglaublich über unser Wiedersehen nach viel zu langer Zeit. Es war so eine volle, gute Woche, ich freue mich daran zu erinnern und das Schreiben darüber ist im Alltag der letzten Woche untergegangen.
Nun habe ich weniger erfreuliche Tage hinter mir, wieder Arztbesuche – am Montag nochmal Zahnarzt. Der Weisheitszahn ganz oben links muss raus, solang er noch gesund ist.Er hat eine riesige Wurzel und ich frage mich, wie man ihn ziehen kann, so weit hinten wie er steht. Am Donnerstag wurde ich gegen Grippe und Corona geimpft Dazwischen die üblichen Stunden im Munich Gym, mit anschließendem Erschöpfungsschlaf. Verabredung mit Janni, ihre Brille ist kaputt, ich mache einen Termin für sie aus, sie verschläft ihn und ich fahre beleidigt und wütend in einem überfüllten Bus nach Hause. Und dann das vor Wochen vereinbarte Treffen bei Katharina zuhause, wir wollen über das Buch reden, das ich vorgeschlagen hatte. Katharina ist schlecht drauf, sie hatte die Wohnung ihrer Mutter ausgeräumt, sich dabei über ihre Schwestern geärgert und ist entschlossen, ihrem Leben ein Ende zu setzen, wenn Gebrechen naht. Sie steht fassungslos vor dem Lebenswillen ihrer Mutter. Sie ist mir so fremd, was sie spricht und das Sahnehäubchen drauf ist dass sie meine Frisur nicht gut findet (wann hast du den nächsten Frisörtermin?) und mein Parfüm sowieso (was hast du da drauf?). Zum Abschied fragt sie mich, ob ich mit ihr zu den Kultüren gehen wil? Nein, Katharina, ich bin mit Sirena verabredet…

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3 Antworten

  1. Heike sagt:

    Alles könnte so schön sein… Über deine Ambivalenzen mit Katharina muss ich trotzdem lachen. Es ist zu köstlich – wie sich dich regelmäßig ärgert, über Grenzen geht und das Maß an Vertrautheit ihr offenbar allzu viel erlaubt. An der Stelle mit dem eigenen Leben, das – meine Worte – nichts mehr wert sein wird bei Gebrechlichkeit bis hin zur Intoleranz gegenüber der eigenen Mutter und vermutlich allen Menschen, die dem entgegen an ihrem Leben hängen, wird es wirklich kritisch. Das sind nicht nur ideologische, sondern tief menschliche Unvereinbarkeiten. Mit Katharina und ihren Meinungen sicher auch keine Bewegung drin, sie weiß einfach, wie’s geht. So hast du bzgl Frisur jetzt schonm das zweite Ärgernis. Erst ich, die ich mich wegen 190€ aufrege, jetzt sie mit „wann hast du den nächsten Friseurtermin“. Du Arme. Bei kurzen Haaren ist es doch so, dass sie jeden Tag anders sitzen, liegen oder stehen. Nach dem Friseur ist vor dem Friseur.- Und noch so ein Scheiß mit dem Brillentermin. Ist Janni jetzt nicht „erwachsen“? Beleidigt und sauer ist schonmal ein guter Schritt – von außen betrachtet.

  2. Ines sagt:

    Die Freundin Kathrarina nimmt kein Blatt vor den Mund und sagt alles frei heraus. Vielleicht denkt sie, dass unverblümte Ehrlichkeit Freundschaft ausmacht. Wir fanden deine Frisur gut. Und Heike hat Recht in Bezug auf kurze Haare, die jeden Tag verschieden aussehen. Dass du noch einen Weisheitszahn hast, erstaunt mich. Mir wurden die alle schon in den 20ern gezogen. Die sind immer weit hinten und haben immer eine riesige Wurzel, ein Kieferchirurg mit Erfahrung wird das schon gut hinkriegen. Im Oberkiefer ist es auch weniger problematisch. Viel Glück jedenfalls.

  3. Heike sagt:

    Stimmt, was Ines sagt wollte ich auch noch sagen. Mit den Weisheitszähnen wird einem soviel Angst gemacht. Auch ich habe mit dem schlimmsten gerechnet und klar, ihr Wesen ist es, weit hinten zu liegen und tief zu wurzeln. Ich fand es nach all den Horrormärchen halb so schlimm. Ich glaube mich zu erinnern, dass man halt hinterher nicht gerade an großen Knochen nagen konnte. Mund nicht so wet aufreißen…eher weich als hart essen.

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