Pilateskurs, Penzberg und Alina hochschwanger

Ines‘ letzter Kommentar und das Gespräch mit Heike zum Thema „Fitness“ sind ein Anstoß, neu über das Thema nachzufühlen. Falscher Ehrgeiz trifft es genau! Ich habe immer wieder Sirena als Maßstab gesehen mit ihrem Motto „wenn du nicht mehr kannst, mach weiter!“ Ihr hat es sehr geholfen, mit Ausdauer und Disziplin hat sie unglaublich viel erreicht, kann mühelos gehen, der Sport hat ihr so viel geholfen. Allerdings quält selbst sie sich nicht in meine Übungsstunden rein, sondern trainiert an den Geräten. Also Kurswechsel…jedenfalls hatte ich gestern , Samstag auch noch einen „Wink“: ich war in einem Pilateskurs, in dem es etwas zu zügig für mich zuging. Auf einmal wurde mir schwindelig und übel. Ich ging raus, trank eine Flasche kaltes Wasser und pausierte eine Viertelstunde.
Jedes Jahr will die Gärtnerin ihr Geld für die Grabpflege. Ich fuhr nach Penzberg, erst einmal zum Friedhof. Mein Weg führt am Grab von Gudula vorbei. Sie war eine Klassenkameradin, die wir oft belächelten, weil sie schon zu Schulzeiten Übungen für einen straffen Busen machte. Sie starb jung bei einem Autounfall. Dann lief mir noch Sigi über den Weg. Er war meinem Vater in seinen letzten Jahren ein treuer Begleiter gewesen. Jetzt kam er, ein starker Bär von einem Mann, mit Stock und humpelnd auf mich zu. Wir begrüßten uns herzlich und redeten über meinen Vater. Schön und traurig war das.
Alina wird bald, sehr bald ihr Kind bekommen. Der errechnete Termin ist an Halloween. Ich bin täglich am Kochen,Aufräumen und Putzen. Alina hatte in dieser Woche noch ein paar Termine. Es ist eine besondere Stimmung in der Wohnung. Sirena und Janni hab ich gestern nach dem Fitnesskurs besucht. Sie waren beide in lustiger Stimmung, haben mir ihre Kostüme für die anstehenden Parties, auf die sie eingeladen sind, vorgestellt-was waren das für Stimmungswelten an einem einzigen Tag!

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3 Kommentare

  1. Heike sagt:

    So hat dich – durch die neue, wenn auch nur für wenige Jahre unterbrochene – gemeinsame Lebenssituation der Nesttrieb voll miterfasst, der uns junge Mütter damals genauso überfallen hatte. Jetzt sitzt du, als Oma, nochmal imselben Boot. Ja, jetzt steht das große Ereignis buchstäblich vor der Tür! Wie herzklopf-aufregend! – Nochmal zu deinen Ambitionen: Mir fällt immer auf, dass du dich nicht nur mit anderen vergleichst, sondern auch mit dir selber vor zwanzig, dreißig, fünfzig Jahren. Ich glaube, es ist gut, sich nicht – wie ich – aufzugeben, aber genauso wichtig ist es, zu realisieren, dass wir in einer Lebensphase sind, die nicht mehr mit Gewalt zurückholen kann, was mal war bzw SO eigentlich nie war. Schwindeligwerden, Übelkeit, Pausieren… das hatte ich schon bei der Skigymnastik mit zwanzig. Zuletzt beim Yoga nach Simons Tod. Es zeigt etwas an.

  2. Renate sagt:

    Die eigenen Grenzen erkennen ist nicht leicht. Das du dich überfordert hast du erkannt. Sich mit dem Älterwerden auseinanderzusetzen ist leichter gesagt als getan. Nur gut, dass es ein langsamer Prozess ist. Bald verändert Lilly euer Zusammenleben gründlich. Ich bin sehr gespannt.

  3. Ines sagt:

    Witzig, dass auch dich der Nesttrieb erfasst. Ich bin mit dir freudig-aufgeregt. Bleib dran, für dich ein passendes Sportprogramm zu finden, das dich nicht überfordert.

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