Heimkommen
Seit Freitag Abend bin ich wieder daheim. Was für eine besondere Zeit ist das, die kleine Liliane hab ich so ins Herz geschlossen, es ist ein so großes neues Gefühl voller Glück und Wehmut, ja auch das. Gestern kam Bernhard länger zu Besuch, hielt Liliane im Arm.stolzer Opa auf die alten Tage, sagt zu mir, wie lange wird er sie wohl noch mitbekommen? Ich war ganz ruhig, ohne inneren Vorwurf auf damals, komischerweise tat er mir so leid, dass ich am liebsten losgeheult hätte und ihn in den Arm genommen hätte. Er hat eben seine eigene Geschichte warum er Alina nicht sehen wollte, als sie so klein war.
Davor , in Dingolfing, haben meine Kollegen Geschenke eingekauft. Uwe und Birgit waren in Lindau länger geblieben, sind auf die Insel gefahren und haben Schühchen aus Merinowolle mitgebracht. Hubert, der Kollege, der in Dingolfing die Planspiele organisiert ( ich kenne ihn schon lange, war mit ihm und Klassen schon u.a. in Prag und Brüssel gewesen) hat für Liliane die Maus geschenkt. Es ist immer wieder dasselbe: tagsüber arbeiten, bis ich so erschöpft bin, dass ich schier einschlafe, wenn ich im Lokal sitze, dann was essen und dankbar ins Bett sinken , meistens die Tagesschau nicht mehr zu Ende sehen können, weil die Augen zufallen. Für dieses Jahr ist der Zauber vorbei. Jetzt will ich die Adventszeit in Ruhe genießen
Also, Liliane nur mit einem l in der Mitte. Obwohl wir uns jetzt schon so lange kennen, weiß ich nichts von Bernhard. Dass er Alina nicht sehen wollte, als sie klein war, war nie Thema. Das Baby scheint euch beide jetzt wieder mehr zu verbinden. Gut, dass du jetzt erst mal ausruhen kannst. Deine Planspielreisen müssen sehr anstrengend sein.