Hellbrügge-Symposium, zwei Abende alleine mit mir, Ursprungsfamilientreff, 1. Advent

Seit Freitag bin ich allein, da Hubert mit Luisa in Schliersee ist und ich Freitag und Samstag mein alljährliches Hellbrügge-Symposium hatte, welches an beiden Tagen bis zum Abend andauerte, gestern noch mit krönendem Abschluss, denn unser Kinderzentrums-Chor hat wieder gesungen. Das ist jedes mal aufregend, hat auch dieses Jahr gut geklappt. Zwei Abende war ich nach dem Symposium alleine zu Hause. Am ersten Abend kam mir die Wohnung derart still und vereinsamt vor, dass ich mich regelrecht komisch gefühlt habe. Am zweiten Abend war es schon wieder vertraut, allein zu sein und heute, am Sonntag finde ich es wunderbar. Allerdings kommen Hubert und Luisa in der nächsten Stunde zurück und dann ist die Ruhe wieder vorbei. So sehr ich es genieße, in einer Beziehung zu leben, so sehr genieße ich auch die Stille mit mir allein.

Was war sonst in der Woche? Am Mittwoch tagsüber Familientreffen mit Sören und Jaron bei Maja und Mateo. Da ich davor bei der Hautärztin war, habe ich mich nicht am Kochen beteiligt. Sören und Jaron bereiteten vegane Burger zu. Ich kochte für Mateo einen Kürbisbrei, den er anscheinend sehr zu mögen schien, denn er sperrte wie ein Vögelchen den Mund auf und aß fast die ganze Schale leer. Die Zusammenkunft in unserer Ursprungsfamilie machen wir regelmäßig 1 x im Jahr und jeder von uns genießt es, was echt verrückt ist, da wir durch Sörens und meine zerstrittene Ehe nicht nur schöne Erinnerungen an diese Konstellation haben. Aber vielleicht gerade deshalb ist es jetzt, wo wir uns wohlgesonnen sind, so erholsam und heilend. Durch Mateo, mit dem wir ja alle genetisch verwandt sind und den wir alle wie verrückt lieb haben, haben wir neuerdings zudem noch ein verbindendes Element. Am Donnerstag lud ich Jaron ins Kino ein. Wir schauten „No hit wonder“ mit Nora Tschirner und Florian David Fitz, die ich beide mag. Der Film war zwar etwas enttäuschend, aber durch das schöne Arri-Kino und dadurch, dass wir mal wieder als Mutter und Sohn Zeit verbrachten, war es doch auch schön.

Heute ist der 1. Advent. Eine Kerze auf dem Kranz hat heute bei meinem Alleine-Frühstück schon gebrannt. Ich möchte die Zeit bis Weihnachten bewusst genießen und möglichst wenig von dem Konsum- und Geschenkewahn mitgerissen werden. Das ruhige Wochenende ist ein Auftakt dazu.

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2 Antworten

  1. Heike sagt:

    Ich glaube, die Balance zwischen Familien- bzw sozialem Leben und eins-und allein-Sein mit sich ist ein Lebensthema, das nie „fertig“ wird. Es bleibt eine Aufgabe. – Heilsam, schreibst du. Das ist genau das Wort dazu. Heilend. „Jetzt wächst zusammen, was zusammen gehört“ – bei euch nur nach der Trennung möglich. Wie schön! – Was der Chor dir bedeutet, das kann ich sehr nachfühlen.

  2. Beate sagt:

    Eine neue Zeit der Annäherung, das neue Leben, Mateo, schafft noch mal neue Verbundenheit. Wie schön das ist!

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