Streik, movie monday und Fitness

Streik des MVG. Was für mich bedeutete mit dem Rad zur Yogastunde zu fahren. Kühl war es auf dem Rad. Bevor das Deutschlandticket eingeführt wurde, bin ich bei fast jedem Wetter geradelt. Das Ticket ist verführerisch. Am Abend bin ich mit der S-Bahn bis Donnersberger Brücke und von da zum Neuen Maxim. Movie Monday heißt die Initiative um dieses Kino zu retten. Es gibt 33 Plätze, funktioniert nur mit Anmeldung und es gibt einen eigenen Kinosaal im Untergeschoss. Zwei Frauen aus der Yogagruppe waren da und zufällig traf ich Stefan und Christine, von unserer alten Clique. Der Film „Diese Lücke, diese entsetzliche Lücke“ war amüsant, auch berührend und von den SchauspielerInnen toll gespielt. Ein angenehmer Kinoabend. Termin bei der LoHi (Lohnsteuerhilfe). Ein kompetenter, jüngerer Mann, der sich nun um meine Steuererklärung kümmert. Ich bin so froh nicht mehr mit diesem verwirrenden Elster-Programm umgehen zu müssen. Mit zunehmendem Alter haben mich diese Elster-Steuererklärungen mehr und mehr gestresst. Ins Fitnessstudio, wo ein alter Mann die Beinpresse nicht mehr freigab. Er ist mir schon bei den Ausdauergeräten aufgefallen. Er saß bewegungslos auf dem Rad. Als ich ihn schon ansprechen wollte, ist er aufgestanden und hat im Raum mit den Geräten die Beinpresse für sich beansprucht. Ich verzichtete auf dieses Gerät, machte dafür mehrere Durchgänge an den anderen Geräten. Luis kam, wie immer grinsend, ohne Jacke und Mütze aus der Schule. Ist inzwischen ein running gag, der ihm besser gefällt, als mir. Letzte Woche war er krank. Auf dem Weg nach Hause hat er mir von bekannten Fußballspielern erzählt und ob ich den oder den kenne. Einige kannte ich immerhin. Luis ist nur Fußball. Nach Essen und Hausaufgaben spielten wir in der Diele, bis Andy ein Gespräch mit einem neuen Mitarbeiter führen musste und uns bat in den Hof zu gehen. Luis mit Pfeil und Bogen, Emilia mit Rollerblades. Mit Linda noch gesprochen und fast zu spät heimgeradelt, denn ich hatte mein Stecklicht vergessen und es dämmerte bereits. Freitag wieder Fitness. Eine Gruppe von alteingesessenen Trainierenden war da. Erkennbar an den Handtüchern auf den Geräten. Reserviert! Wie am Meer. Eine Frau sprach ich höflich an. Schallzahnbürste erstanden. Musste mir auf Youtube ein Video anschauen, um durchzublicken. Ein komisches Putzgefühl, das Ergebnis sehr zufriedenstellend. Langer Spaziergang heute, mit anschließend üppiger Torte, was die gewonnenen Kalorien sofort zunichte machte.

Für dich vielleicht ebenfalls interessant …

3 Kommentare

  1. Heike sagt:

    Die Szene im Fitnessstudio und dem Regungslosen mit der Beinpresse ist zum Brüllen! – Was das Maxim betrifft erscheint es mir für eine Rettungsaktion etwas umständlich, wenig niederschwellig. Täusche ich mich? – Was du vom Radeln schreibst: Oft lasse ich es sein, um mein Ticket „auszunutzen“. Blöd eigentlich.

  2. Ines sagt:

    Das mit dem Reservieren der Geräte finde ich unmöglich. Dass jemand ein Gerät so lange blockiert kommt bei uns auch manchmal vor. Die Schallzahnbürste macht echt ein besseres Putzgefühl, bei mir auch. Den Film werde ich vielleicht auch anschauen. Die Bücher vom Meyerhof habe ich alle gelesen.

  3. Beate sagt:

    In meinem Fitnessstudio ist gerade die Beinpresse die, die immer besetzt ist. Der Streik hatte landauf, landab geklappt. Wir hatten schon Sorge, dass das Planspiel nicht stattfinden kann, weil die Schüler wegbleiben. Aber die Sorge war unberechtigt, sie kamen zu Fuß oder wurden gefahren. Das war sehr erleichternd, denn sonst hätten wir nicht nur kein Honorar bekommen, wir Herren auch an den Hotelkosten hängen geblieben. Das ist der Sinn vom Streik und das ist gut so: man soll merken, wie zentral wichtig es ist, dass es den ÖNVP gibt.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert