Autonom durchs Radeln, kurze Haare, kommunikativer Enkel, Tessa und Luisa, Peergruppe und Shoppen für Hubert

Zur Zeit sagen wieder viele Patienten kurzfristig wegen Krankheit ab oder sie haben den Termin vergessen. Dadurch habe ich an manchen Arbeitstagen viel Zeit für alles und an anderen quetschen sich die Patienten und ich bin am Abend total erledigt nach der Arbeit. So war es diese Woche mehrmals. Montag und Dienstag kann ich mich kaum an etwas erinnern. Ich weiß, dass ich morgens immer durch die eisige Kälte mit dem Rad fahre und es jedes Mal als Genuss empfinde, dass ich nicht im Auto sitzen und mich durch den Verkehr arbeiten muss. Auch der U-Bahn-Streik kann mir nichts anhaben. Durch das Radeln fühle ich mich unabhängig und tue gleichzeitig etwas für meine Gesundheit und für die Umwelt. Mittwoch war ich nach dem Yoga und der Hausarbeit beim Frisör, denn die Haare waren gar nicht mehr zu ertragen. Jetzt sind sie mir wieder etwas zu kurz, aber besser geschnitten. Nachmittags zu Mateo, der aus dem Urlaub zurück war und sich richtig gefreut hat, mich zu sehen. Quietschend vor Freude ist er auf mich zugekrabbelt und wollte gleich auf meinen Arm. Während der 2 Wochen, in denen ich ihn nicht gesehen habe, hat er sich wieder weiter entwickelt, insbesondere sprachlich. Zu meiner Freude hat er sehr viel Interesse an Kommunikation und auch am Bilderbuch anschauen. Gerade, weil ich so viele autistische Kinder in der Arbeit jede Woche sehe, freue ich mich an der Interaktion mit ihm. Auch am Mittwoch kam Luisa aus Hamburg zu Besuch. Mit ihr ist das Gespräch so lebendig und fließend, das Gegenteil von dem zähen Gespräch mit Jaron. Am Donnerstag kam dann auch ihre Freundin Tessa nach, die kleine Soldatin, die jetzt bei der Bundeswehr einige „Untergebene“ hat, die sie befehligen muss. Nach wie vor sie sieht aus wie ein 12-jähriger kleiner Junge und muss sich bei den großen Männern durchsetzen. Mit Tessa und Luisa hatten wir am Donnertag einen sehr interessanten Abend am Küchentisch. Freitag bin ich von der Arbeit noch einmal zum Blut abnehmen zu meinem Hausarzt in Schwabing gefahren. Das erste Blut, das an das genetische Labor verschickt worden war, wurde nicht ausgewertet, da dort meine unterschriebenen Einverständniserklärung verschlampt worden war. Deshalb also noch mal die selbe Prozedur. Ich hoffe, ich habe nächste Woche Klarheit darüber, ob ich an dieser genetischen Eisenspeicherkrankheit leide. Freitag Nachmittag dann Peergruppe in der äußerst stylischen Wohnung von Alexandra. Zum Teil schwere Gesprächsinhalte, vertraute Gemeinschaft. Gestern, Samstag, wollten wir eigentlich zu den Freunden an den Chiemsee und mit ihnen auf die Fraueninsel fahren. Wegen der Wettervorhersage haben wir den Besuch auf Karfreitag verschoben. Stattdessen mit Hubert in die Stadt, für ihn Schuhe und einen Anzug für die beiden Hochzeiten gekauft, die dieses Jahr noch anstehen. Nebenbei habe ich für mich noch ein Jäckchen erstanden. Am Abend gemütlich gekocht und unsere Serie vom jungen Sherlock Holmes weiter geschaut. Heute Frühstück mit Luisa, Tessa ist schon wieder unterwegs. Telefonat mit meinem Vater, dem es gut geht. Heute noch ein bisschen auf dem Balkon den Frühling vorbereiten und abends wie immer zum Tanzen. Danach wollen wir noch mit Tessa und Luisa den ersten Spargel dieses Jahres essen, den hatte ich gestern auf dem Markt für ein horrendes Geld besorgt. Aber billiger als im Restaurant essen zu gehen ist es allemal.

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2 Kommentare

  1. Heike sagt:

    Dadurch, dass wir uns bei ASlexandra gesehen haben, habe ich gar nicht viel zu sagen; muss bei „stylischer Wohnung“ schmunzeln, das ist wohl so, stimmt; muss mich mit Mateo mitfreuen und mit dir; hab gar nicht gesehen, das deine Haare geschnitten waren – sorry. Mir haben sie damals am besten gefallen, als du sie dann irgendwann zu kurz fandest. Spargel teuer oder billig: den würde ich oder wahrscheinlich wir jetzt nicht essen, weil es nicht die Zeit ist, so wie Erdbeeren im Winter. Bei mir schmeckt es, glaube ich, erst im Frühsommer nach Spargel.

  2. Beate sagt:

    Mateo hat sich so sehr gefreut, Dich wiederzusehen! Und er krabbelt schon und spricht die ersten Worte! Deine Dankbarkeit für seine gesunde Entwicklung verstehe ich so gut- gerade wo du täglich Patientenkinder mit schwieriger Entwicklung wegen Autismus u.a, vor Augen hast.
    Über deine zu kurzen Haare hab ich sehr gelacht, denn ich war auch noch schnell beim Frisör und finde den Schnitt zu kurz.

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