Fortgeschrittene Linedancer, Prädiabetes, Fahrradkauf für Kurzbeiner, women in white

Am Montag hatte ich endlich wieder Linedance, nach einer ziemlich langen Pause. Es sind wieder ein paar neue Frauen dabei, die ohne Vorerfahrung im Linedance natürlich ziemlich überfordert sind, weil Wolfgang, unser Lehrer, nicht einverstanden ist, dass die Volkshochschule immer wieder Anfängerinnen in seinem Kurs zulässt. Er betont dann jedes mal, dass wir ein Fortgeschrittener Kurs sind. Mal sehen, wie viele sich von den Neuen abschrecken lassen. Für mich war es jedenfalls richtig schön, die Frauen wiederzusehen und zum Glück fiel es mir auch nicht schwer, mir den neuen Tanz zu merken. So langsam merke ich, dass ich besser werde, also fortgeschritten.

Dienstag war ich nach Arbeit und Fitnessstudio mit meiner berenteten Kollegin Susann im Nash, das ehemalige Stadtcafe, verabredet. Wir hatten einen regen Austausch und werden uns sicher wieder treffen. Sie erzählte mir unter anderen, dass sie endlich den Grund für ihre Beinschmerzen gefunden hat, nämlich dass sie unter einem Vordiabetes leidet, der ihre Nerven in den Beinen zerstört. Sie isst deshalb gar keinen Zucker und kein Brot oder Nudeln etc und kein Alkohol mehr und hat ihre Ernährung mit einer Ernährungsberaterin komplett umgestellt. Ich wusste nicht, dass sogar die Vorstufe von Diabetes Nerven zerstören kann. Sören berichtete am Mittwoch dasselbe von seinen Blutwerten. Auch er hat zu hohe Zuckerwerte und beginnende Fettleber und ernährt sich jetzt zuckerfrei. Daher kochten wir am Mittwoch bei unserem Treffen mit Maja und Mateo entsprechend seiner Diät.

Am Donnerstag nach der Arbeit nochmal zu Mateo zum Babysitten während Maja zu Sport ging Eigentlich wollte ich Hubert das Sitten diesesmal alleine machen lassen, aber ihm war nicht ganz wohl, zumal Mateo schon wieder erkältet ist und deshalb bin ich doch dazu gestoßen, obwohl es mir eigentlich zu viel war. Mateo ist jetzt kurz davor, seiner ersten freien Schritte zu tun.  Ich bin gespannt, wann er richtig frei läuft.

Freitag nach der Arbeit wieder Fitness und dann trafen wir uns nochmal mit Maja und Mateo, um das Projekt Fahrradkauf weiter voran zu treiben. Tatsächlich fanden wir ein passendes Rad, was gar nicht so leicht ist, da Maja sehr klein ist und zudem sehr kurze Beine hat. Deswegen braucht sie eine kleine Rahmengröße und dann bekommt man ein Problem mit der Befestigung des Kindersitzes. Jedenfalls haben wir eins gefunden, das passt und gut aussieht und auf das der Kindersitz passt. Nächste Woche kann sie es abholen. Danach waren wir wegen des lauen Abends noch mit Maja, Bernd und Mateo was essen, saßen draußen auf dem Gehweg im trubeligen Glockenbachviertel und genossen das Münchner Szeneviertel, das im Frühling förmlich explodiert.

Samstag war ich nach Markteinkauf und Hausarbeit  in der Stadt und habe eine Zeitlang mit den der Friedensaktivistengruppe „women in white“ auf dem Marienplatz gestanden und für Frieden demonstriert. Lange habe ich das aber nicht ausgehalten. Die weiß gekleideten Frauen, die sich an den Händen fassten, sich hin und her wiegten, versonnen ihre Gesichter dem Himmel zuwandten und dazu Gesänge anstimmten, erzeugten in mir Widerstand, auch wenn es für ein gute Sache ist. Ariane, wegen der ich da hin gegangen bin, habe ich von weitem gesehen. Auch Niko und Sarah waren da, aber ich hab mit keinem geredet. Noch kurz zu Galeria nach einem Kleid für die Hochzeiten geschaut, die bald anstehen, wieder nichts gefunden. Vielleicht muss ich mir doch was aus dem Internet bestellen, was ich eigentlich vermeide.  Am Abend kam Huberts älteste Freundin, die sich vor Jahren von ihrem Mann getrennt hatte und jetzt mit einer Frau zusammen ist, mit der es allerdings sehr kompliziert ist. Wir saßen erst draußen, kochten dann gemeinsam Spargel und Lachs und konnten gut zu Dritt reden sehr offen. Ein schöner Abend.

Heute Bett beziehen, Wäsche waschen, tanzen üben, bloggen und am Abend wieder Tanzkurs. Danach gehen wir noch mit einem Paar vom Kurs was trinken.

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4 Kommentare

  1. Beate sagt:

    Warst du also auch im Nash- anscheinend wurdet ihr bedient ?! Ich wusste gar nicht, dass es sowas wie Prädiabetes gibt- aber das ist sicher ein gutes Frühwarnsystem!
    Interessant ist für mich auch, dass ein gut angepasstes Fahrrad ein sinnvoller Kauf ist! Ich werde demnächst auch darauf achten, denn ich hatte bislang immer ein Rad, das nicht wirklich auf mich abgestimmt war, Fortschritte beim Tanzen oder auch beim Fitness können Einen so sehr freuen! Gratuliere!!

  2. Beate sagt:

    Warst du also auch im Nash- anscheinend wurdet ihr bedient ?! Ich wusste gar nicht, dass es sowas wie Prädiabetes gibt- aber das ist sicher ein gutes Frühwarnsystem!
    Interessant ist für mich auch, dass ein gut angepasstes Fahrrad ein sinnvoller Kauf ist! Ich werde demnächst auch darauf achten, denn ich hatte bislang immer ein Rad, das nicht wirklich auf mich abgestimmt war, Fortschritte beim Tanzen oder auch beim Fitness können Einen so sehr freuen! Gratuliere!!

  3. Heike sagt:

    Dann geht es eurem Tanzlehrer so wie mir mit den Schreibgruppen, in denen ich jedesmal Erfahrene und Neulinge unter einen Hut bringen muss. Bei Tanzschritten sind die Karambolagen anderer Art, grobmotorischer. – Respekt an deine Leute, dass sie ernährungstechnisch auf Fettleber und co reagieren, im Gegensatz zu mir. – Alleine Babyhüten kann auch etwas öde sein, nicht nur überfordernd. – Das war natürlich meine Frage; und ja, du hast sie gesehen, aber keinen Kontakt aufgenommen. Mir geht es genauso mit dem Widerstand. Du beschreibst es köstlich bis grotesk.

  4. Heike sagt:

    Hab vergessen zu schreiben: ob Herd oder Fahrrad: 10000 Möglichkeiten, und kaum eine passt. Die arme Maja. Sie ist ja weder kleinwüchsig noch liliputanisch – wie sagt man heute nochmal? Ein paar Zentimeter außerhalb der Norm, schon musst du in die stigmatisierende Kategorie „Kurzbeiner“.

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