Urlaub beendet und stinkender Nachlass

Seit ungefähr ein Uhr sind wir wieder in München. So entspannt bin ich selten aus dem Urlaub zurückgekommen. Das lag daran, dass wir von gestern auf heute noch einmal in Trento übernachtet haben, anstatt die ganze Strecken in einem Rutsch zu fahren. Trento ist eine sehr lebendige junge Stadt, die mir gut gefallen hat. Die letzten Tage am Trasimeno See waren nicht mehr ganz so bombig wie die Tage vorher. Ich habe mich richtig auf zu Hause gefreut. Dieses Jahr haben wir eine andere Art Unterkunft gesucht, die man wohl am ehesten mit Agritourismo bezeichnen kann. Sowohl in den südlichen Marken, als auch am Trasimeno in Umbrien wohnten wir in uralten Gemäuern im ländlichen Irgendwo fernab, innen eher dunkel und kühl und keine eigene Terrasse. Gegen Ende hatte ich davon dann genug und die Betten in der letzten Unterkunft waren so durchgelegen, dass ich gekühlt blaue Blecken an den Hüften davon bekam. Assisi und Perugia fand ich eine Reise wert, ansonsten würde ich nicht noch mal nach Umbrien fahren. Die Marken dagegen werde ich sicher noch mal bereisen. Hier angekommen, haben wir alles schnell ausgeräumt und die erste von mindestens 4 Waschmaschinen angestellt. Mit Sören telefoniert, der sehr überfordert ist mit den Hinterlassenschaften seiner Mutter. Morgen nach der Schreibgruppe fahre ich mit ihm und Maja nach Dachau in ihre Wohnung, um Papiere zu sichten. Er ist um jede Hilfe dankbar und fühlt sich komplett allein gelassen mit dem riesigen Chaos, den sie hinterlassen hat. Es ist unklar, ob die vielen Bilder in ihrer Wohnung durch den jahrelangen Zigarettenrauch so stinken und in Mitleidenschaft gezogen wurden, dass man sie weder verkaufen noch selber aufhängen kann. Es stinkt alles so sehr.

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3 Kommentare

  1. Heike sagt:

    …ich nehme an „gefühlt blaue Flecken“..? Alte Gemäuser sind ja ganz nach unserem Geschmack, aber gleichzeitig wollen wir natürlich alle ans Licht und an die Luft! Insgesamt wunderschön alles und dann morgen Nachmittag böses Erwachen. Vielleicht bringst du mit kühlem Kopf etwas Licht in den Dschungel.

  2. Renate sagt:

    Dank deiner Fotos konnte ich Anteil an eurer Reise nehmen. In Umbrien war ich vor vielen Jahren, auch am Trasimeno See. Es ist doch ratsam etwas mehr auf den Hüften zu haben, in Anbetracht der durchgelegenen Betten. Heimkommen ist was Schönes. Zigarettenrauch hängt sich brutal rein. Ich bekam mal CDs von einem starken Raucher, selbst die haben gestunken.

  3. Beate sagt:

    Der stinkende und ungeordnete Nachlass von Urmilla ist bestimmt eine große Zumutung . Ich ertrinke auch oft im Papierkram, räume zwei Unterlagen an einen sinnvollen Ort und zehn weitere tauchen auf, für die ich keinen Platz finde, also Stapel…Ich war an verschiedenen Plätzen von Agritourismo. Idyllisch, aber kein übermäßiger Comfort. Trento ist eine so wunderschöne Stadt! Wann immer ich im Castello di Pergine gewohnt habe, bin ich an einem Tag da hin gefahren

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