Museum, Mobbing? Tanz
Den Anfang der Woche machte das neue Deutsche Museum. Erst gingen wir, Christa, Eva, ich, jede für sich, zum falschen Eingang. Wir Drei kannten ihn noch aus Kinder und Jugendtagen, als uns das Bergwerk und die vielen Knöpfe, die wir drücken konnten, am meisten interessierten. Neuer Eingang, neues Museum. Es dauerte eine Weile bis wir uns zurecht fanden. Kaffee im kantinenartigen Cafe. Die Terrasse ist toll, aber das Wetter war es nicht. Die Arbeit im Hospiz läuft gut. Streik der Mitarbeiterinnen in Luis Kindergarten. Ich holte ihn vormittag ab und wir fuhren zu mir. Spielen und nochmal spielen. Sein puzzle wollte er zweimal machen. Spielplatz ganz für uns alleine gehabt. Zu den Hühnern, die in meiner Nähe auf einer großen Wiese leben. Ein Huhn stand alleine da und hatte eine komische Haltung, bis ich sah, dass die ganzen Schwanzfedern ausgerissen waren. Die anderen Hühner pickten immer wieder auf dieses arme Tier ein. Sofort nach Hause und bei Fam. Grandl, denen die Tiere gehören, angerufen. Die Frau sagte, dass das kein Fuchs, sondern die Hühner selbst sind und dass jemand vorbeischauen wird. War das Huhn krank oder wurde es gemobbt? Am Tag darauf beide Kinder nach der Arbeit geholt. Stundenlang auf einem Spielplatz gewesen, der viel Abwechslung bietet. Eine Schulfreundin von Micha getroffen, die mit ihrer kleinen Tochter da war. Besuch bei Mama. Sylvie hatte wieder extremen Redebedarf. Verständlich! Mit Mama ist eine Unterhaltung nicht mehr möglich. Eva kam später, wir gingen zusammen in das Künstlerhaus. Zeitgenössischer Tanz der Iwanson dance school, eine der international anerkanntesten Akademien. Alle Jahrgangsstufen tanzten, ein wahres Vergnügen. Heute stundenlange Telefonate, ein Spaziergang und zum Kaffee endlich die Apfelküchlein, die ich schon länger machen wollte, gemacht.
Hmhm, lecker! – Wie du das schaffst – Kulturprogramm, soziales Leben, Arbeit und Kinder, das ist mir schleierhaft. – Die Sache mit dem Huhn klingt erbarmungswürdig. Was war da mal mit Emilia vor Jahren? Da hatte ein Schwan oder ein Fuchs eine Ente zerfleischt. Sie sagte lakonisch: So ist das halt mit den Tieren….
Mobbing unter Hühnern ? Das hab ich noch nie gehört. Es klingt immer so ländlich, wenn du von deiner Umgebung schreibst. So wie Heike, finde ich auch erstaunlich, was alles in deine Woche passt an Kultur-, Kinder-, Arbeit-, Mutter- und Backprogramm. Und alles hört sich nicht nach Stress oder Hetze an. Der zeitgenössische Tanz würde mich auch interessieren. Woher hast du deine Infos, was alles angeboten wird? Ich bekomme so etwas gar nicht mit.