Freisinger Hof mit Juristen, Jahrestage, Hubert krank und Luisas neue Liebe

Am Dienstag zeichnete sich bereits ab, dass Hubert krank werden würde. Wir hatten trotzdem einen Abend mit unserer Nachbarin, mit der wir den mitgebrachten Pfälzer Wein tranken und noch mal über ihre neue Praxis sprachen. Am Mittwoch war Feiertag und wir waren mit Eva Spies verabredet, die Witwe von Huberts väterlichem Freund, mit dem wir vor einem Jahr im Freisinger Hof gespeist hatten, und der kurz danach gestorben war. Wir trafen uns wieder mittags im Freisinger Hof in Oberföhring, wir nahmen die Öffentlichen Verkehrsmittel. Eva brachte ihren Sohn und dessen Frau mit. So saß ich mit 4 Juristen zusammen. Wir gedachten an den verstorbenen Klaus und hatten ein einigermaßen anregendes Gespräch. Zwischen Eva und ihrer Schwiegertochter waren Spannungen regelrecht greifbar, das war interessant zu beobachten, weil alles unausgesprochen blieb. Das Essen, das ich letztes Jahr unwahrscheinlich gut fand, schmeckte mir dieses mal leider nicht so besonders, schade. Danach sind Hubert und ich noch an der Isar spazieren gegangen Richtung Innenstadt, von wo wir uns mit dem Bus heimfahren ließen. Beim Spaziergang konnten wir auch unseren Jahrestag würdigen. Vor 9 Jahren am 1. November sind wir nämlich zusammen gekommen. Am Donnerstag war Hubert dann richtig krank und ist daheim geblieben. Wir haben alle Verabredungen fürs Wochenende storniert. Ich stemme mit noch gegen die Ansteckung, spüre aber jede Nacht deutliches Halsweh, das tagsüber dann wieder zurück geht. Mal sehen, wie es sich entwickelt. So ein ganz freies Wochenende ohne Verabredung und Verpflichtung ist ungewohnt. Ich denke oft, ich müsste die Zeit besser nutzen, aber am Ende ist es auch nicht so wichtig. Kochen, Fernsehen, Zeitung lesen, Telefonieren machen den Tag schnell voll. Luisa hat jetzt übrigens eine neue Freundin namens Tessa. Obwohl sie wie ein Junge aussieht, bei der Bundeswehr in Neubiberg studiert und intensiv Fußball spielt, definiert sie sich nicht als non-binär oder als Trans. Sie ist klein, sehr schlank und muskulös durch und durch. Sie ist Drilling, hat also zwei gleichalte Geschwister und kommt aus Dresden. Mir gefällt sie, weil sie so bodenständig und normal ist, anders als viele aus Luisas Community von queeren Menschen.

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2 Kommentare

  1. Heike sagt:

    Dass Luisa wieder „zusammengehört“ freut mich – es ist doch letztlich ein Strickmuster und scheint dabei zu bleiben. Euer Jahrestag – auch schön. Unter Juristen ist wahrscheinlich für dich echt ungewohnt – ich erinnere mich an solche aus dem Hospiz: Typ „nächtelang den Vertrag durcharbeiten“, überall versteckte Fallen wittern, immer auf der Hut und „im Recht“. – OK. Dann muss ich den Freisinger Hof nicht mehr kennenlernen.

  2. Renate sagt:

    Vielleicht hat der Koch im Freisinger Hof gewechselt? Es wird doch nicht Corona sein? Ich kenne niemand aus der queeren Community, weiß also nicht wie sie ticken.

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