Coronatagebuch 3

Frühling lässt sein blaues Band wieder flattern durch die Lüfte.

Süsse, wohlbekannte Düfte streifen ahnungsvoll das Land….

Jedes Frühjahr wenn ich mit dem Rad fahre kommt mir dieses Gedicht in den Sinn.

An den Veilchen scheitere ich immer. Ab „Horch von Fern ein leiser Harfenton“ … geht’s dann wieder.

Im Garten bei Muttern gesessen, die Amseln sangen, als wenn nichts wäre. Mama sagt:

„Hoffentlich kommt kein Krieg!“ Es ist unheimlich was gerade passiert, dieses unsichtbare Wesen,

so klein und so gefährlich. Ich nutze die Zeit in meinen vier Wänden gut und seit heute kann ich

mich Rentnerin nennen. Zeit hat jetzt eine andere Bedeutung für mich. Kein frühes Aufstehen, kein

Wecker mehr. Wir wollen hoffen, dass dieses kleine bedrohliche Teil bald nicht mehr durch die

Lande streift.

 

 

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