Gedanken zum Schreiben, gestorben an Krebs, Luisas Glückstag, ohne Stress am Schiersee, Wahlentscheidung

Mir ist aufgefallen, dass das Schreiben, sei es Tagebuch, Blog oder in der Gruppe für mich die Möglichkeit ist, mich zu reflektieren. Wenn ich Mittwochs frei habe, stelle ich mir trotzdem den Wecker, um dann noch Zeit zu haben, mit Kaffee und Tagebuch weiter im Bett zu liegen und zu schreiben. Das soll später niemand lesen, denn es ist nicht für die Nachwelt bestimmt und literarisch nicht wertvoll. Es ist einzig und allein für mich und soll nach meinem Tod vernichtet werden. Eine Freundin, die ich über Hubert kenne, ist diese Woche an Krebs gestorben. Sie war auch auf unserer Hochzeitsfeier und ich war damals auf ihrem 50. Geburtstag als ich frisch mit Hubert zusammen war vor 10 Jahren. Das ist bitter, zumal es zunächst so aussah als wäre der Krebs besiegt. Nächste Woche Trauerfeier.

Am Dienstag hatte Luisa ihre Defensio von der Masterarbeit (online von München aus) und hat ihr Psychologiestudium mit Note 1 abgeschlossen. Am selben Tag kam auch die Zusage für eine Wohnung in Hamburg, die sie unbedingt haben wollte. Überglücklich war sie und hat mit Hubert und mir beides am Abend gefeiert. Im April wird sie dann endgültig ausziehen und wir werden ein Zimmer mehr haben. Am Mittwoch Osteopathie, wieder wegen den Hüftbeschwerden. Ich bin jetzt motiviert, ganz spezielle Übungen zu machen, kann das mit den Besuchen im Fitnessstudio verbinden.

In der Arbeit geht einiges voran mit meiner neuen Funktion als stellvertretende Leitung, das ist gut. Eigentlich läuft alles nach Plan, aber ich hab die ganze Zeit so ein unterschwelliges Gefühl von Stress. Auch schramme ich etwas an einer Erkältung entlang.

Freitag war ich nach 3 Monaten beim Friseur, wo die Haare wieder zu kurz geworden sind. Jedes Mal danach denke ich, ich sollte die Friseurin wechseln, bringe es aber nicht fertig, weil ich mich an den Salon, wo ich seit mindestens 15 Jahren bin, gebunden fühle. Dann endlich mal wieder zum Schliersee übers Wochenende. Hier fällt der Stress sofort von mir ab und ich kann mich dem Augenblick hingeben ohne ständig zu denken, was noch zu tun ist. Heute haben wir eine nicht zu schwere Bergwanderung gemacht. Andere waren auf der Demo in München, das wäre natürlich auch wichtig gewesen.

Gestern sind die Briefwahlunterlagen gekommen. Den Wahlomat hab ich auch gemacht. Dennoch bin ich mir nicht sicher, ob ich wie immer grün wählen soll, was die höchste Übereinstimmung hätte oder aus strategischen Gründen die SPD, denn es wird auf eine große Koalition hinaus laufen. Die CDU wird nicht mit den Grünen koalieren. Wie kann es sein, dass in Deutschland jeder 5. die AFD wählt?

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2 Kommentare

  1. Heike sagt:

    Was du übers Schreiben schreibst, interessiert mich natürlich! Sterben nach vermeintlicher Heilung (der Glauben an „die (med.) Werte!!“) – leider allzuoft genauso gehört – tut mir leid für eure Freundin! – Luisas doppelter Glückstag – großartig!! – Ich finde „unterschwelligen Stress“ eigentlich „normal“ im Unterschied zu chilligen Frei-Tagen. – Deine Bindung zur Friseurin – wer könnte es besser nachvollziehen als ich! Ich mag deine kurzen Haare, aber du musst dich ja wohlfühlen. Der Wahl-O-Mat hat mich zu Parteien geführt, von denen ich noch nie gehört habe. Mein Problem ist, dass ich zu manchem keine fixe Position habe. Allerdings hat die Fraktion „Frieden schaffen ohne Waffen“ heute wohl ausgedient. Allzuviele wollen, glaube ich, taktisch wählen. Ich denke, ich will es wohl eher direkt nach Überzeugung tun. Zu vielem sollte man Position beziehen, und manches ist wie die Wahl zwischen Pest und Cholera. Alles Üble in sich vereint ist hauptsächlich das EINE, und was das betrifft gehen hoffentlich viele vernünftige Menschen überhaupt zur Wahl.

  2. Renate sagt:

    Mein Wahlomatergebnis zeigte grün. Wählen werde ich, wie du schreibst, strategisch. Am liebsten würde ich gar nicht wählen. Eine tolle Leistung von Huberts Tochter und auch noch Glück mit der Wohnung. Friseurwechsel habe ich schon einige hinter mir. Im Moment bin ich mit Olivia recht zufrieden.

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