20-08-05-CoTaBu – Glückliche Begegnung mit Sarah – Schmeichelhafte Verabredung -Teuflische Straßenszenerie
1. Um 16:00 rief Sonja „sie kommen“ und die kleine Prinzessin stand mit einem Rosenstrauß und Papa vor der Tür. Erst haben wir nur gelacht und uns gefreut und ich war gerührt und es wurde fotografiert. „Papa“ erzählte, dass Sarah seit Monaten vermehrt angefangen hatte zu fragen, warum andere Mamas haben und sie nicht. Sie ist ein Zwilling und redet gern. Eigentlich habe ich alles, was ich weiß, geschrieben. Offenkundig kennt sie das Buch genau. Ich hatte daheim ein Glitzertäschchen mit Vogel und Eichkätzchen darauf gefunden, dazu zwei kleine etwas kitschige Briefpapiere. Die habe ich ins Täschchen gesteckt und ihr gesagt, wie sie Briefe schreiben kann (an Mama oder den lieben Gott) und wie aus dem Täschchen ein Zettelkasten wird. Dass der geheim ist, dass Papa nicht reinschauen darf ohne Erlaubnis. Er hat uns genau beobachtet. Heute konnten wir nicht schreiben, sie sagte, sie sei schon seit gestern so aufgeregt. Wir saßen am Brunnen, zwischendurch wollten beide nochmal in ein Zimmer schauen. Papa macht mit ihr homeschooling; redet daheim mit ihr arabisch. Ich habe gesagt, er ist wie eine Sonne, an jedem Strahl hängt eine Tante oder ein Cousin, eine Oma und ein Onkel. Sie lachte und sagte: „Ich bin auch sehr stolz auf Papa“. Am Schluss sagte sie: „Danke, dass du meiner Mama geholfen hast.“ Mir fiel auf, dass sie sehr gut erzogen ist. Auch zeigte sie beim Desinfizieren der Hände durch Zählen bis 30, dass sie sehr gut instruiert ist. Beide trugen im Haus Maske.
2. Anruf einer Psychiaterin, die gerne einen Termin wollte zwecks Beratung Patientenverfügung und Vorsorgevollmacht. Der Knüller: sie habe von Patientinnen jahrelang meinen Namen gehört, sie hätten immer so geschwärmt. Einige seien als Patientinnen im Hospiz gewesen. Jetzt wolle sie mich endlich mal kennenlernen. Schmmmmmeichel.
3. Auf dem Heimweg drei kritische Situationen mit Radlern. Einmal fußgängig von einem auf der falschen Seite von hinten fast übern Haufen gefahren worden. Ein anderer hat sich auf der Kreuzung beim Metzgerwirt derart aufgeführt trotz Kind im Anhänger, dass ein anderer ausstieg und ihm einen Kinnhaken verpasste; woraufhin der Geschlagene ihn mit „du Jude“ beschimpfte. Das Kind im Anhänger schrie laut angesichts der Szene. Auf dem weiteren Weg schnitt mir ein Radler in rasendem Tempo den Weg ab. Ich glaubte, heute sei der Teufel in die Menschen unterwegs gefahren.
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