20-08-21-CoTaBu- Prima Tag mit Frühschwimm, dem 1. Verkauf als Antiquarin und Treffen im Ruffini
Heute habe ich Erfolge zu melden, schreibe schon jetzt, weil ich nachher lesen lesen lesen muss. Ich kaufe regelmäßig gebrauchte Bücher über Booklooker. Seit Jahren trage ich mich mit dem Gedanken, selber was einzustellen, schrecke aber vor der Logistik zurück. Michael sagte gestern, mach das jetzt einfach mal. Gesagt, getan. Bis es richtig auf der Plattform erscheint dauert es 12 Stunden, also von gestern abend bis heute früh. Früh waren wir Schwimmen. Dann wunderschön Dagmar, die Tontechnikerin und Petra, die Sängerin (aus meiner ersten mehrjährigen Schreibgruppe bei Aetas) im Ruffini getroffen (wo es jetzt einen prima Außenbereich auf dem Gehsteig gibt – Dach derzeit geschlossen) – beide sehr coronavorsichtig! Es war sehr inspirierend. Im Geiste gründe ich schon – wie kürzlich gebloggt – lauter „Salons“, kulturelle, konspirative, spirituelle Gemeinschaften. Bestehendes ist nie genau das Richtige, also selber ins Leben rufen, das ist die Devise! Nur: wo bleibt der Zulauf? Als ich heimkam: Gratulation von Booklooker zu meinem ersten Verkauf! Das Buch liegt schon verpackt, ich warte nur noch auf die Nachricht, dass überwiesen wurde. Ein sauteures Buch, das andere viel teurer anbieten, verkaufe ich jetzt zum Schleuderpreis. Es kostet Arbeit und Zeit, aber der Sinn ist ja, Bücher nicht einfach zu behalten und das Regal damit zu verstopfen oder sie gar wegzuschmeißen. Der städtische Bücherschrank ist schön und gut, aber kostbare Fachbücher gehören dort nicht hin. Ich bin also sehr zufrieden. Weil aber alles, was auf dem Weg in die Welt aus meinem Gesichtsfeld verschwindet umso begehrenswerter erscheint, möchte ich jetzt all das oder einen Teil wenigstens noch anlesen. z.B. Alexandre Dumas` Russlandreise oder Avi Primors Autobiografie oder oder oder. Es sind also nicht NUR Fachbücher. Eine Belser-Stilgeschichte, einstmals für 600DM in der Pinakothek gekauft, stelle ich tränenden Auges für 24€ ein. – Draußen sengende Hitze. Es soll angeblich morgen umschlagen. Ich treffe jetzt Michael auf ein Bier.
Das klingt sehr interessant: Bücher so zu verkaufen. Vielleicht macht es auch mehr Freude, als sie beim Flohmarkt auf die Decke zu legen und glücklich zu sein, wenn sie für 1€ weggehen