20-08-27-CoTaBu-Deutscher Buchpreis – Malübung- Positiv im Nachbarhaus

Ob ich mich bis zum Ende noch mit meiner Urlaubsgestaltung versöhne? Tief in mich hineingeforscht: Ich WILL nichts unternehmen. – Mit einem Mann tauschen wir Gruß und Kurzplausch im Vorbeischwimmen aus; er kam uns gestern und heute schon entgegen. Frühstück hier, weil ich aufräumen wollte, es dann wie immer nicht getan habe. Mittags zu Michi zu Tomatenomelett geradelt. Den Tag lesend und schlummernd verbracht. Von Bine mit Leseproben von zwanzig Nominierten für Deutschen Buchpreis versorgt! Alle je vierseitigen Leseproben „studiert“; innere engste Auswahl vorgenommen. Eine Autorin nennt ihr Kurzformat „Haikuromane“, so doof! Stark vertreten die ÖsterreicherInnen. Dolle Texte dabei! Sehr gespannt, wer das Rennen macht – Michael hatte Besuch. Ein Freund, der kein anderes Thema hat als seinen Spixroman, an dem er jahrelang gearbeitet hat; ein elegantes Buch mit hohem wissenschaftlichen Anspruch, gerade am Herauskommen. Der Mann ist anstrengend, deshalb konnte ich mich nicht überwinden trotz Zwetschgendatschi. Dazu Michaels Zeichenlehrerin Barbara. Zwischendurch wurde von Markus sogar aus Ovids Metamorphosen rezitiert, selbstverständlich unter Beachtung des Versmaßes; indessen ich hier lesend in der Höhle blieb – wer konnte das auch ahnen? – Eine Abweichung zu sonst: gestern gelesen, dass es entsprechend zur „écriture automatique“ der Surrealisten – der Kampfansage des Unbewussten gegen die vorherrschende kritische Vernunft – auch eine Art „automatisches Malen“ gibt. Darin habe ich mich versucht. Konnte mich nicht ganz vom Thema lösen, nicht absichts- und ziellos den Stift-übers-Papier-gleiten-lassen. Wollte „Beflügelung“ darstellen. Michael sah „Hund mit Hut, der über ein Seil kriecht.“ Das war eigentlich ich als Flügelwesen über dem Wasser! – In der WG in Michaels Nachbarhaus wurde eine junge Frau positiv getestet. Nun regt sich zurecht eine Mieterin im Obergeschoss auf, weil die junge Frau im ganzen Haus herumläuft, auf die Straße geht, den Pizzaboten empfängt. Auf Ansprache: Sie solle sich nicht so anstellen!

Für dich vielleicht ebenfalls interessant …

2 Antworten

  1. Renate sagt:

    Hat die junge Frau noch nie was von Rücksicht und Ansteckungsgefahr gehört?
    Ich würde das Gesundheitsamt informieren.

  2. Beate sagt:

    der Hund…der über ein Seil kriecht. Was für eine lustige Vorstellung…ganz bei <dir sein, wie viel Kreativität wird da frei!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert