Luis liebt Joanna
Ich habe noch den Arbeitsrhythmus intus und bin heute um 7.00 Uhr aufgestanden. Früher blieb ich liegen weil dann der Tag nicht so lange war. Das hat sich verändert. Übliches Samstagsprogramm. Ausgiebiges Frühstück und Zeitung lesen, Bad putzen, saugen. Später lange mit Eva telefoniert. Gab wieder was wegen Pflegerin, Hecke schneiden in Mutters Garten und Pflegegrad zu besprechen. Spaziergang in voller Regenmontur. Gummibänder an den Masken gekürzt. Mantra, dass der Dalai Lama singt, angehört. Geht mir immer sehr nah. Mein Meditationsbänkchen aufgestellt, mit dem Wunsch wieder öfter zu sitzen. Vorsatz bringt bei mir nichts das weiß ich inzwischen. Linda hat mir eine Sprachnachricht von Luis geschickt. Er möchte ein Foto von Joanna. Joanna ist unsere Retterin, wenn wir keine Pflegerin für Mama haben. Sie war letztes Weihnachten mit Mama bei Linda eingeladen und Luis liebt sie. Wir werden sie auch dieses Jahr über Weihnachten bitten zu kommen. Mama mag sie, aber vor allem mag sie Charlie, den Hund von Joanna. Inzwischen wohnt sie in Köln, vorher war sie in München bei einer alten Dame angestellt. Mit ihr ist Mama sogar auf den Christkindlmarkt gefahren, im Sportwagen, mit Charlie auf dem Schoß.
Oh, ist das cool, Sportwagen mit Schoßhündchen!! War sie die Schöne und Schicke, die den Verdacht nahelegte, sie habe noch ein anderes Standbein als….Madame Pompadour?
Joanna scheint eine spannende Frau zu sein. Ob sie wohl an Weihnachten kommen wird? Dieses Jahr ist die Planung immer mit einem evt versehen, je nach Corona-Lage. Meditation fand ich früher, als ich es noch regelmäßig gemacht habe, am besten morgens vor dem Frühstück. Jeden Tag, dann wird es zur Gewohnheit, auf die man nicht verzichten will.