viel erledigt und Brotzeitgedanken

Wie immer am Mittwoch habe ich mir morgens eine Liste gemacht mit allen Erledigungen, die ich für den Tag machen will. Das hat zur Folge, dass ich mich ganz schön unter Druck setze, damit ich auch ja alles schaffe. Am Abend habe ich dann zwar ein gutes Gefühl, jedoch für den Preis, dass ich meinen freien Tag nicht ausgekostet habe. Heute morgen hatte ich wieder online Yoga. Es war tatsächlich anstrengend, aber ich fühle mich weit weg von der Yogalehrerin. Damit sie uns Teilnehmerinnen alle von Kopf bis Fuß sehen kann für etwaige Korrekturen, müssen wir recht weit weg von unserem jeweiligen Laptop stehen. Da auch sie selber relativ weit von ihrer Kamera entfernt ist, kommt es mir so vor, als wären zwischen uns 10 Meter. Ihre Stimme, die uns die Übungen ansagt, ist auch weit entfernt. Aber da ich die meisten Übungen schon tausend mal gemacht habe, mache ich einfach mit und hoffe auf bessere Zeiten. Da unsere Putzfrau ihre Weisheitszähne gezogen bekommt, kann sie einige Zeit nicht kommen. So habe ich heute recht viel geputzt. Ich merke, dass ich ganz schön aus der Übung bin. Es strengt mich körperlich sehr an, aber es ist trotzdem mal ganz gut, es selber zu machen. Dadurch entwickele ich eine andere Beziehung zu der Wohnung und lerne ihre Besonderheiten besser kennen. Ansonsten hab ich natürlich wieder mit meiner Mutter telefoniert, war einkaufen, hab gekocht. Dann noch Bibliothek, Schreibwarengeschäft, Sparkasse. Containermüll weggebracht, Arzttermine ausgemacht etc. Inzwischen ist Hubert von der Arbeit heim gekommen. So sehr ich das Alleine leben früher gemocht habe, so sehr kann ich jetzt das Zusammen leben genießen. Vielleicht bin ich einfach sehr anpassungsfähig. Was sich echt verändert hat, sind meine Essgewohnheiten. Als ich alleine lebte, habe ich mir abends meist ein leichtes Gericht gekocht, was ich dann am nächsten Tag auch noch mit in die Arbeit nehmen konnte. Jetzt koche ich abends nur noch am Wochenende und unter der Woche machen wir Brotzeit mit Käse und Schinken und Salat. in verschiedenen Variationen. Früher hatte ich nie Brot im Haus geschweige denn Käse oder Schinken. Für Hubert ist Brot ein sehr wichtiges Nahrungsmittel, davon ist immer sehr viel im Haus.

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3 Kommentare

  1. Renate sagt:

    Ist schon erstaunlich was an einem Tag alles erledigt werden kann. Putzen finde ich auch anstrengend und auch noch online Yoga. Da bekommst du eine gute Kondition.

  2. Heike sagt:

    Dass ein freier Wochentag zum Auskosten da ist, davon habe ich mich verabschiedet. Er macht Erledigungen möglich, vermeintlich in Ruhe, oft lädt er auch zum Vertrödeln ein. Mir ist qualitätvolles Brot auch kostbar geworden. Zeitweise nur als Kalorienschleuder verpönt weiß ich heute jede Scheibe zu schätzen. Putzen, mein Qualthema.

  3. Beate sagt:

    oh hast Du viel erledigt! da tut Yoga zum Ausgleich recht gut. Mir geht es wie Dir: Die Yogalehrerin weit entfernt, auf kleinem Bildschirm, die anderen Teilnehmer in Briefmarkengröße. Ist besser als gar nicht, ich kenne die Übungen, weiss, worauf es ankommt Und ich freue mich schon sehr auf „Yoga live“

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