20-04-13-CoTaBu-Ostermontag
Heute weht ein frisches Lüftchen zum Fester rein und der Himmel ist fast ganz bedeckt. Etwas zwitschert zart, darauf bin ich aktuell besonders sensibilisiert nach Norbert Scheuers „Sprache der Vögel“. Leider erkenne ich nur die Vögel, und die nur am Aussehen, die wir früher im Vogelquartett hatten, das uns Muttern als ewige Lehrerin untergejubelt hat. – Traum von sehr steiler, langer Holztreppe abwärts; man stand zu Abertausenden an, es hatte mit Corona zu tun. Fabian war dabei, meine Mutter auch, wir verloren uns ständig. – Auf der Bank beim Osterfrühstück gestern am Teich im Nymphenburger Park haben wir einen Frosch und eine Wasserschlange gesehen. Auch andere saßen gegenüber auf Bänken, aber niemand außer uns hat sich gewagt zu frühstücken. Manche haben im Grünen Eier von ihren Kindern suchen lassen. Auf mich hat es etwas deprimierend gewirkt. – Den Kirchenraum einmal zu betreten habe ich vergessen. Vielleicht hole ich es heute nach. Aber ich vergesse es schon seit Tagen. – Es juckt und brennt und ich fühle mich unwohl.
Was man alles aus diesen alten Quartettspielen gelernt hat! Ich hatte mit meinem Bruder immer nur Auto- oder Fußballmotive als Quartett. Davon ist allerdings nichts hängen geblieben.
Heute ist schon Mittwoch- da will ich noch berichten, was mir mein Freund Walter gestern erzählte: Er war auch im Nymphenburger Park: Große Aufregung mit viel Polizisten, zum Teil beritten. Irgend jemand hat geschossen. Den suchten sie wohl, geschützt mit kugelsicheren Westen. Sie versuchten, die Leute zum Verlassen des Parks aufzufordern, aber ständig kamen neue Leute. Das Tor wurde nicht geschlossen. Walter ging sehr schnell nach Hause.