21-02-02-CoTaBu- Anhaltend Bauchweh+blaue Patientenwunder

Seit gestern stechende Schmerzen im linken Unterbauch. Welche Organe da wohl liegen? Außer Darm nichts entdeckt. Ich konnte mich heute kaum aufrichten, seit gestern wie Seitenstechen. Zwar habe ich mich zum Laufen ins Hospiz gezwungen; vielleicht hat eine Darmschlinge sich verknotet und braucht Bewegung? Wenn ich kurz aufstehe gehe ich gekrümmt, was dramatisch wirkt. – Aufnahmen klar gemacht. Der Patient, den wir ausnahmsweise aus dem Pollinger Hospiz geholt haben, damit seine liebende Familie ihn näher bei sich hat, erweist sich als Fehlimport. Er selbst diskutiert mit den Pflegenden bis zu deren Erschöpfung. Sein Sohn, der mir zu Herzen, aber auch auf die Nerven ging, als er mich zum x. Mal beschwor, dass ihnen in Polling nicht etwa irgendetwas missfalle…war heute, am fünften Tag, zum erstenmal zu Besuch! – Herrn S.s Söhne, für den ich endlich einen Platz habe (Einzelzimmer, Herumlaufen möglich, keine Quarantäne, das Pflegepersonal spricht großteils seine Muttersprache), gucken sich morgen endlich gnädigerweise den Platz an. Dann sagt der Sohn, sie wollten sich noch das Creszentia-Stift anschauen. Ich sage, darüber sprechen wir doch schon seit Monaten?! Ja, aber Sie haben gesagt, es muss nicht von heute auf morgen sein. Ich sage, wie, von heute auf morgen? Dann rufen Sie dort morgen an, schauen Sie es sich an, ich dachte, Sie haben dort schon im Oktober angefragt… Wir waren immer angetan über die Kooperationsbereitschaft dieser Familie. Das Heim, das morgen angeschaut wird, äußerte den Eindruck, die Söhne übten Verzögerungstaktik. Jetzt aber lernen sie mich kennen.  – Wieder abends Korrespondenz mit Jacci.

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2 Kommentare

  1. Ines sagt:

    Die Unterbauchschmerzen rühren sicher nicht von der Impfung, wahrscheinlicher sind Blähungen im Darm. Wenn es nicht um totkranke Menschen ginge, wären deine Patientengeschichten richtig lustig.

  2. Renate sagt:

    Wegen stechender Schmerzen im Unterbauch war ich bei meiner Gynäkologin, es war alles ok. Ist schon länger her. Die Angehörigen haben einen interessanten Begriff von Zeit. Es muss nicht von heute auf morgen sein, heißt, in ein paar Monaten. 😃 Ob das kulturell bedingt ist?

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