Erledigungslisten, Stress und Segen

Mein heutiger Mittwoch war letzendlich richtig schön. Zwischendurch dachte ich, dass ich irgendetwas falsch mache, weil ich mich von meiner Todo Liste so gestresst fühlte. Ständig war ich innerlich damit beschäftigt, was ich noch zu tun habe und merkte, dass ich den Tag, der ja eigentlich mein Lieblingstag, mein Me-Day ist, gar nicht genießen konnte. Von Yoga zum Zahnarzt, zum Einkauf gehetzt. Dann Essen machen, Müll entsorgen, Mutter anrufen, Wäsche abnehmen WCs putzen, nochmal einkaufen duschen, Schwester telefonieren, etc. Dann meldete Maja sich und fragte, ob ich Lust auf ein After-Work-Geteänk hätte. Ihr Freund war auch gleich am Start. Kurzfristig die Essensplanung für den Abend umdisponiert, schnell noch für Pizza eingekauft und dann kam Maja auch schon, mein geliebtes Kind. Wenig später kam ihr Freund und wir nahmen auf unserem neu gestalteten Terrasse einen Aperitiv in der Abendsonne ein, wechselten später nach innen zum Essen, Wein trinken und Reden. Wenn die Ausgangssperre die beiden nicht zum Aufbruch gezwungen hätte, säßen sie immer noch hier, so angeregt war das Gespräch. Jetzt bin ich sehr zufrieden mit allem. Es bleibt aber die Erkenntnis, dass ich meine freien Tage irgendwie freier gestalten möchte. Diese Listen sind ein Segen und ein Fluch zugleich.

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2 Kommentare

  1. Heike sagt:

    Manchmal, wenn ich sowas lese, mache ich auch eine To-Do-Liste. Aber eigentlich brauche ich das nicht. Ich kenne auch viel Druck, aber eigentlich ist das alles sehr viel weniger geworden, seit ich mich nur noch um mich selbst kümmere. Dass es mit „deinem geliebten“ Kind so schön geworden ist strahlt richtig Glück ab.

  2. Renate sagt:

    Erst dein Marathon an Erledigungen, dann das entspannte Zusammensein in der Abendsonne, mit deinen Lieben. Ich finde die Mischung gut.

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