21-05-13-CoTaBu-Schlagzeilen von gestern – Michael schlägt Krawall

Gruppe am Abend völlig konträr zur vorgestrigen! Manches sei sogar besser als vorher! Dabei hatte ich Gregor schon für die Dienstbesprechung mit meinen Anliegen geimpft. – Jakob nach gemeinsamem Frühstück zum Bahnhof gebracht, Abstrichsmaterial geholt. Er fuhr etwas angespannt wegen der kleinen Ausstellung, die er in Berlin hat. Diesmal wollte er bei Bine absteigen. Dann stand Werner – aus dem Krankenhaus ausgebüchst in nassen Pantoffeln, Kliniknachthemd und mit Windel (also: schon Hose und Jacke dazu!) bei ihr vor der Tür und Bine musste in ihrer Werkstatt auf Matratze die Nacht verbringen, weil sie ihn schlecht nach Hause schicken konnte. Die lebenslange NICHT_Beziehung mündet jetzt in eine Pflegebeziehung, für die Bine keineswegs gemacht ist – jetzt, da der ersehnte Ruhestand eingetreten ist! – Nach monatelangem Hickhack stellt das Odenwaldinstitut seine Mahnungen ein und verzichtet auf die Zahlungen für die letzten beiden Module. – Jetzt kommt`s: Soeben ist Michael nach gemeinsamem Frühstück wie ein Bullterrier zum Marienstift gestürmt. Seine Mutter geht nicht ans Telefon, erst war das alte kaputt, ein neues, das er gebracht hat, hatte der Hausmeister installiert. Es schaltet sich ein französischer AB ein. Michael weiß, dass seine Mutrer neuerdings nachts durchs Haus geistert und zweimal vom Notnachtdienst ins Bett gebracht wurde. Er ruft alle fünf Minuten im Schwesternzimmer an (so peinlich!), bekommt immer wieder den Zerberus an der Pforte. Beim x-ten Versuch schrie er, wie ich`s noch nie erlebt habe: „Was ist das für ein Sauladen bei Ihnen? Geben Sie mir jemanden, der kompetent ist! Ich komme jetzt! Wer kann mir verbieten, mich um meine Mutter zu kümmern? Zeigen Sie mir die Verordnung…. (Inzwischen wurde in Erfahrung gebracht, dass das neue Telefon zerbrochen auf dem Boden liegt) – Wieso informiert mich da keiner? Ich werde dreimal in der Woche abgestrichen, seit einem Jahr darf ich nicht zu meiner Mutter!… “ Jetzt bin ich gespannt, ob sie die Polizei holen. Angeblich seien erst 90% im Haus geimpft. Was geht uns das eigentlich an? Muss auf den letzten Impfgegner gewartet werden? Jetzt macht er endlich richtig Krawall. Leider kriegt das die Falsche ab.

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2 Kommentare

  1. Ines sagt:

    Da hat sich was zusammengebraut, wenn aus dem geduldigen, friedlichen Michael der Bullterrier herausbricht. Es wird Zeit, dass sich in dem Heim etwas ändert. Um den Menschen an der Pforte tut’s mir etwas Leid. Ansonsten Odenwald, endlich haben sie es aufgegeben, dann Bine, oje, das ist hart und deine Gruppe, äußerst interessant, wie verschieden.

  2. Renate sagt:

    Ein stürmischer Tag. Michael den es nach einer Ewigkeit zerrissen hat, der Freund deiner Schwester, krank und bedürftig, Jakob der in Aufregung wegen seiner Ausstellung ist und bei seiner Tante, die nervlich angeschlagen ist, absteigt.

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