„Traumnacht“ im Isartor

Gestern war ich in der „Traumnacht“. Eine Traumnacht, in der Tat: Als ich um Mitternacht nach Hause kam, fiel es mir schwer, die profanen Abendrituale zu vollziehen, so beeindruckt war ich noch von diesem Abend, dieser lauen Sommernacht im Hof des Isartors. Das hat den Donnerstagabend im Dauerregen wett gemacht! Eine bunte Mischung aus Sketchen von Karl Valentin, Musik vom Hippie Kammerorchester, Sphärenklängen auf der Gitarre und einem grandiosen Finale zweier unglaublich lustigen Männer, mit einer Show. Mein Hochgefühl übertraf noch die beiden letzten Ballet- und Theaterabende in diesem Sommer. Ich merke, es hat sich etwas verändert: Nach einem Jahr in dem ich schier ohne Kulturveranstaltungen „live“ ausgekommen bin, bin ich nun zutiefst von Dankbarkeit erfüllt, dass sie gerade wieder möglich sind. Es ist wie Lesen, vergleichbar, aber durch die Bühne und die Darstellung auch wieder anders. Heute bin ich um den Maisinger Weiher gelaufen, nicht nass geworden und jetzt werde ich noch Haushalt machen und vor dem Fernseher einen Korb voll Wäsche bügeln, habe also einen gemütlichen Abend vor mir. Was ich sicher nicht machen werde: Fußball schauen. Ich ärgere mich so sehr!  Muss das denn sein? Und dann ist alles wieder dicht….

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2 Kommentare

  1. Heike sagt:

    Die Beschreibung unterm Isartor klingt wahrhaft traumhaft. Mir scheint, da haben wir was verpasst. Dabei hätten wir durchaus Programm brauchen können mit unserem Besuch. Aber um den Maisinger See sind wir mit ihnen heute auch gelaufen…oder war es gestern? Am Samstag? Alles vermischt sich. Ich habe das Ende des Spiels mit dem Elfmeterschießen doch noch angeschaut und beinahe einen Herzinfarkt bekommen. Da war nichts mehr mit Ärger, ich war nur voller Mitgefühl für die armen Torschützen, die verschossen haben.

  2. Renate sagt:

    Ich bin noch kulturscheu. Was du von dieser Traumnacht schreibst klingt alletdings sehr einladend.
    Fußball habe ich auch nicht geschaut.

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