Yogaqualen und Kinogenuss

gestern, beim Yoga, waren wir nur zu Dritt, das war schön und grausam gleichermaßen. Jede meiner nicht genau ausgeführten Bewegungen wurde gesehen, es war anstrengender, weil jedes Schummeln kommentiert wurde und weil es auch keine Übungen gab, bei denen ich passen musste/konnte, weil sie nichts für mich sind, wie der leidige Handstand. Danach gönnte ich mir eine ausgiebige Dusche, saß schon mit naßen Haaren am Tisch und bedauerte, dass ich einen weiteren Tag schlecht gegessen hatte, als ich zufällig im Internet sah, was im Monopol läuft: Der neue James Bond sollte in zehn Minuten beginnen! Ich war sehr schnell in den Kleidern und auf dem Radl. Ich ergatterte im Kino 1 eine Karte ganz vorne in der ersten Reihe. Das sind die besten Plätze, man kann die Füße ausstecken und die Leinwand ist weit genug entfernt. Die Karte und ein Bier: Ich war glücklich. Der Film großartig. Spannend. Atemberaubend. Ich liebe James Bond Filme. In den drei Stunden trockneten auch meine Haare. Als ich mich danach noch sehr beeindruckt, benommen bei meinem Fahrrad einfand, kam Jakob auf mich zu und begrüßte mich. Unglaublich, er war mit so vielen coolen jungen Leuten da und sagte zu mir alten Schachtel Hallo. Mir wurde ganz warm vor Freude. Nachts musste ich den Nervenkitzel bezahlen: Ich wachte mehrmals davon auf, dass mein Herz wie verrückt pumperte.

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4 Kommentare

  1. Heike sagt:

    Ein köstlicher Blogeintrag! Die vergeblichen Schummelversuche beim Yoga stelle ich mir lebhaft vor. Auch finde ich zum Piepen, dass du dir James Bond nicht entgehen lässt und dabei Jakob mit Freunden triffst. Wer vermutet dort HistorikerInnen, Europaparlamentarier, Juristen und Konsorten und neuerdings Kunstlehrer?

  2. Renate sagt:

    Blöd wenn die Yogalehrerin alles sieht. Handstand kenne ich nicht als Yogaübung. James Bond anzuschauen, cool, aber nix für mich.

  3. Ines sagt:

    Dass du 007 toll findest, hätte ich echt nicht gedacht. Ich werde ihn auch anschauen, obwohl ich kein Fan bin und die Handlung oft nicht verstehe, aber irgendwie gehört es dazu, den neuen James Bond zu sehen.

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