22-03-08-CoTaBu- Schreiben für mich oder Kitty?, Sammelstelle + zuckerfrei

Manchmal stellt sich die Frage, will ich hier ALLES erzählen oder vertiefen, was obenaufliegt? Wem erzähle ich? Mir selbst? Manchmal erkläre ich etwas, richte es also an euch. Ihr seid meine Kittys mit dem Unterschied, dass ich Resonanz bekomme. – Gestern mit Michael die Umzugskartons im Hospiz befüllt – ein neues Patent. Eine Ladung mit Bettdecken rutschte unten wieder raus, als Gregor sie anhob. Gottlob nicht die mit tausend Gläschen. Michael fuhr allein zur Sammelstelle. Decken musste er wieder mitnehmen, Hygieneartikel, Nahrung, Medizinisches wurden angenommen. – Die Schreibgruppe am Abend war in der Vorbereitung enorm schwierig. Eine akut Trauernde. Eine – etwas provokant schreibende, sehr unkonventionelle Frau (für Renate: Iras Tochter), die erst einmal vor Monaten dabei war; eine treue Langjährige, insgesamt eine andere Konstellation. Zwei Alteingesessene fehlten: die sich nicht testen wollte, die, die es nicht konnte. Die Impulse haben viel Vorüberlegung gekostet. Wie kann man schreiben angesichts der Welt, ohne sich noch tiefer ins Ungklück zu stürzen? Tatsächlich ist diese Gratwanderung gelungen, es kamen „nährende“ Texte heraus, eine hat schon entsprechend gefeedbackt. Nur die Trauernde (kurz vorm Jahrestag) sagte, sie kreise momentan nur um sich, strahlte entsprechend aus, für sie war es schwierig. Ich bin wie immer wohlgestimmt rausgegangen. Was mich stresst ist das Fehlen meines Handys. Ich glaubte fest, es in meine rechte Jackentasche gesteckt zu haben. Nun hoffe ich, es im Büro zu finden. Ansonsten bin ich beschäftigt mit Zuckerentzug. Eine interessante Erfahrung, ich brenne darauf, darüber gründlich zu schreiben. MIT euch. – Gestern war eine Angehörige bei mir, deren Mann vor zwei Jahren bei uns war, schnell wieder nach Hause entlassen. Er starb letzten Juli in der Palliativstation. Ein geradezu inspirierendes Gespräch mit einer erstaunlichen Frau. Ich habe viel aus dem Gespräch mitgenommen. Ihre köstlichen Pralinen teile ich mit Sonja. Mein Teil bleibt im Schrank. Unversteckt. Als Übung.

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3 Kommentare

  1. Ines sagt:

    Ja, über Zuckerentzug können wir gerne schreiben, ich bin da ja auch mittendrin und mache mir ja eh viel Gedanken ums Essen. Sehr schwierig mit den komplett verschiedenen Frauen in der jetzigen Zeit passende Schreibimpulse zu finden, aber du hast inzwischen so viel Erfahrung und es auf deine Weise bestimmt sehr gut gelöst. Ich beneide dich um deine guten Gespräche in der Arbeit.

  2. Renate sagt:

    Es wird von Tag zu Tag leichter ohne Zucker auszukommen. Irgendwann packt einen so was wie Ehrgeiz.

  3. Beate sagt:

    Dein Verzicht auf Zucker ist echt bewundernswert! Halt es gut durch! Ich glaube auch, wie Renate, dass es mit jedem Tag besser wird!

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